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2 (1859) Vispered und Yaçna
Entstehung
Seite
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dom von Mazda geschaffenen, der reinen Glanz besitzt; allen Ber-gen, die reinen Glanz haben, vielen Glanz haben, die von Mazda ge-schaffen sind.

42. Und der königlichen Majestät, der von Mazda geschaffenenund der unverwüstlichen Majestät, der von Mazda geschaffenen 1 ).

43. Ich lade ein und ihue es kund: der Ashis-vaguhi, der gu-ten Weisheit, der guten Rechtlichkeit, der guten Ratjauctat, demGlanze, dem Nutzen, dem von Mazda geschaffenen 2 ).

44. Ich lade ein und Ihue es kund: dem frommen guten Se-gensprtiehe, dem frommen reinen Mann, dem starken, kräftigen, anWeisheit höchsten, verehrungswürdigen (Genius) 3 ).

45. Ich lade ein und ihue cs kund : diesen Orten und Plätzen,Weiden, Wohnungen, Quellen, Gewässern, Landstrichen, Bäumen,dieser Erde, diesem Himmel, dem Winde, dem reinen, den Sternen,

Einen schönen Rest dieser Anschauung hat das Schah-näme noch in der Sagevon der Herahsendung des Kai-Kobad vom Alburj bewahrt, aber ursprünglichwar dieser Fall nicht so vereinzelt, wie es jetzt scheint. Schon der Bundehesh(l. c.j weiss, dass Manoseebr oder Minocehr ursprünglich vom Berge Manosberabgekommen sei, Yima betet nach den Yashls vom Berge Hukairya auszum Ahura-Mazda (cf. YVestergaard in Weher Ind. St. III. p. -409). Der Volks-glaube mag in späterer Zeit nun allerdings irgend einen Berg in Segeslan alsden bezeichnet haben, von dem diese Könige herabgestiegen waren, natürlichist dies ohne allen geschichtlichen Hintergrund. Die Vorstellung scheint alt,auch in andern indogermanischen Religionen finden sich Anklänge.

1) Die königliche Majestät wird als ein besonderer Lichtglanz , eine Artvon Heiligenschein gedacht, der dem König in Folge seiner bösen Thaten ge-nommen werden kann. Mit ihm schwinden Glück und Segen. Cf. Webers ind.Studien III. p. 412. Unter der unverwüstlichen Majestät ist nach der mir sehrwahrscheinlichen Ansicht der Glosse zu der St. die geistige Majestät derAthravas und Herbeds verstanden, die mau sieh durch Weisheit zu eigenmachen kann. Darin finde ich nun auch die auknüpfende Idee für die im näch-sten Paragraphen genannten Wesen.

2) Die hier angerufenen Wesen sind lauter Personificalionen abstraeterBegriffe, die ich alle übersetzt habe, mit Ausnahme des ersten, der wirklichunter dem neuern Namen Asheshing mehrfach vorkommt. Cf. auch Vsp. X. 4.

3) Cf. oben Vsp. II. 27. Unter dem starken kräftigen Genius verstehtdie Glosse des Neriosengh (welche aber die ältere Huzvaresch - Uebersetzungnicht hat) den Schwur. Der Schwur gilt bei den neueren Parsen allerdingsfür etwas sehr Heiliges (Cf. die Einl ), auch würde sich die Erwähnung desSchwurs passend an die des Dalnna-Gebetes auschtiessen. Dennoch muss ichdiese Erklärung wenigstens als zweifelhaft betrachten, weil der Schwur ge-wiss keine alte Einrichtung bei den Parsen ist.