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2 (1859) Vispered und Yaçna
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Y a f n a.

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und dem Monde, der den Saamen des Viehes enthält 1 ), und der glän-zenden Sonne, der mit schnellen Pferden begabten, dem Auge desAhura-Mazda, und dem Mithra, dem Herrn der Gegend.

36. Ich lade ein und thue es kund: dem Ahura-Mazda 2 ), demleuchtenden, glänzenden.

37. Ich lade ein und thue es kund : den Fravashis 3 ), den Reinen.

38. Ich lade ein und thue es kund*: dir, dem Feuer, dem SohneAhura-Mazdas, sammt allen Feuern 4 ).

39. Ich lade ein und thue es kund: den guten Gewässern, al-len von Mazda geschallenen Wassern, allen von Mazda geschaffenenBäumen.

40. Ich lade eiu und thue es kund: dem Manthra-qieiita, demreinen, wirksamen, dem Gesetze gegen die Daevas, dem zaralhu-strischen, der langen Lehre, dem guten mazdayatjnischen Gesetze 5 ).

41. Ich lade ein und thue es kund: dem Berge Ushi-darena ß ),

und Gewächse mit auf die Erde herabregnen lässt. Sein Gegner ist der DämonApaoshft.. Näheres über ihn s. zu Vd. V. 64 und besonders in meiner Abhand-lung: der 19. Fargard des Vendidad zu §. 126.

1) Cf. Bd. I p. 258.

2) Unter Ahura-Mazda ist hier der Tag Ormazd, der erste und vor-nehmste des Monats zu verstehen. Beim Hersagen des Yajna nennt man übri-gens nicht diesen, sondern immer denjenigen Tag des Monates, an dem dieCeremonie stutlfindet,

3) Cf. zu Vsp. VIII. 5 und Zeitschr. der D. M. G. VI. 84.

4) Cf. zu Vd. VIII. 305. (Bd. I. p. 158).

5) Ich folge hier den Parsenübersetzungen, welche in diesem Paragraphenfünferlei Dinge (cf. II. 51 flg.) angeruTen finden. 1) Manlhra-^penta, wol dieTheile des Avesta, denen man eiue magische Kraft gegen die Daevas beilegte.2) Das gegen die Daevas gegebene Gesetz, den Vendidad (cf. Vd. V. 69 undsonst und meine Abhandlung über den 19. Fargard des Vendidad zu §. 57),der nicht blos Zauberworte, sondern Vorschriften enthält, wie man sich durchdie That vor den Daevas schützen könne. 3) Das zarathustrische Gesetz.4) Was die lange Lehre ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, es scheinenErläuterungen zu den heiligen Schriften gemeint zu sein. 5) Das mazdajafni-sche Gesetz, der weiteste Begriff für alle religiösen Kategorien.

6) Ushi-darena ist der Berg, der in der späteren Parsen-MylhologieHoshdästär heisst. Auf die Angabe des Bundehesh (p.23, 8 ed. W.), dassderselbe iu Segestän gelegen sei, ist ein besonderes Gewicht nicht zu legen.Es ist dies der Berg, von welchem die Eränier ihre fabelhaften Könige herab-gestiegen betrachten, denn jemehr wir in der Zeit zurückgehen , destomehrfindet sich in den Parsenbüchern die Anschauung, dass die Könige urspiüng-lich mit besonderem Glanze ausgerüstet vom Himmel niedergesliegen seien.