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30. Ich lade ein und thue es kund: dem Maidhyäirya, dem rei-nen, Herrn des Reinen.
31. Ich lade ein und thue es kund: dem Hamatjpalhmaßdaya,dem reinen, Herrn des Reinen.
32. Ich lade ein und thue es kund: den Jahren, den Herrn desReinen.
33. Ich lade ein und thue es kund allen den Herren, welchedie Herren des Reinen sind: den 33 nächsten, die um Hävani herumsind aus den besten Reinen, die Ahura-Mazda gelehrt, Zarathustraverkündet hat 1 ).
34. Ich lade ein und thue es kund: dem Ahura und dem Mi-
thra 2 ), den beiden, grossen unvergänglichen, reinen, und den Ster-nen, den Geschöpfen des ^penlo-mainyus, N
35. Und dem Sterne Tistrya 3 ), dem leuchtenden, glänzenden,
1) Was unler diesen drei und dreissig zu verstehen sei, wage ich nichtnäher zu bestimmen. Anquetil sagt: Ces 33 choses sont, 26 vases et instru-mens de religion , la chair, le hom , le Perahom , les Darouns , les meinesd’arbre, lesßeurs et les odeurs. Anquetil hat in seiner Ueberselzung irrig denHävan d. h. den beim Itaomaopfer gebräuchlichen Mörser verstanden, ßur-nouf, indem er dies bemerkt, glaubt, dass aucb die drei und dreissig Dingeoder Personen, von denen hier die Rede ist, falsch bestimmt seien. Er verstehtdarunter drei und dreissig Gottheiten, die um die, wie aus §. 7 hervorgeht, alsGenius dargestellte Morgenzeit oder Itavani herum seien und glaubt darin die-selben zu sehen, die in indischen Werken z. B. den Vribad-aranyaka zusammengenannt werden. Diese Erklärung ist sehr scharfsinnig und selbst der Um-stand , dass diese drei und dreissig Gottheiten in der Parsenmythologie nichtweiter Vorkommen, würde nicht gerade das GegenlheU beweisen, denn eskönnte eine etwa nur dunkel erhaltene Erinnerung aus früherer Zeit sein.Aber aus dem Nachsatze: „welche von Ahura-Mazda gelehrt, von Zarathustraverkündet sind“ scheint mir unzweifelhaft hervorzugehen, dass hier vonSachen die Rede ist. Niemals werden mit jenen Worten Personen verkündet,sondern nur Sachen. Ich bin daher geneigt, der obigen Erklärung Anquetils,welche dieser ohne Zweifel von seinen Lehrern bat, beizutreten.
2) Die Ueberselzungen wollen in diesem Paragraphen nur den HerrnMithra angerufen wissen , aber der Dual, der im Texte gebraucht ist, zeigthinlänglich, dass ursprünglich zwei Wesen gemeint waren. Die iu §§. 34—37genannten Wesen sind Gestirne. Unler Mithra hat man wahrscheinlich dieSonne verstanden, wiewol dies nicht ganz gewiss ist,' Ahura ist Jupiter, wieaucb bei den Armeniern der Jupiter Ahura'-mazd genannt wird. Die böse Be-deutung, welche spätere Parsen diesem Gestirne beilegen (cf. Zeitschr. d. I).M. G. VI. p. 83), scheint demnach erst auf spätcrn Vorstellungen zu beruhen.
3) Tistrya ist. der Sirius, ein sehr mächtiger Stern in der Parsenmytho-logie. Er spendet Regen, in dem er auch den Saamen der nützlichen Kräuter