Triften besitzt, 1000 Ohren, zehntausend Augen hat,, einen be-rühmten Namen besitzt, den verehrungswürdigen und dem Riima-qä^tra 1 ).
10. Ich lade ein und thuc es kund: dem Rapilhwina, dem rei-nen, Herrn des Reinen.
11. Ich lade ein und thue es kund: dem Frädal-f'shu und demZanluma*), dem reinen, Herrn des Reinen.
12. Ich lade ein und thue es kund: dem Asha-vahisla und demFeuer des Ahura-Mazda (Sohn).
13. Ich lade ein und thue es kund : dem Uzayeirina, dem rei-nen, Herrn des Reinen.
14. Ich lade ein und thue es kund: dem Frädat-vira und demDaqyuma 3 ), dem reinen, Herrn des Reinen.
15. Ich lade ein und thue es kund : dem grossen Herrn, dem Na-bel der Gewässer und dem von Ahura-Mazda geschallenen Wasser 4 ).
Studien IH. p. 413. Hier ist er offenbar als mythisches Wesen dargestellt mit1000 Ohren und 10,000 Augen , er sieht alles, -was vorgeht, daher ist er auchder Gott der Bündnisse, cf. Vd. IV. 4 Hg. Die späteren Glossen suchen dieseMenge von Ohren und Augen hinwegzudeuten und verstellen darunter Genien,welche für ihn die Dienste des Hörens und Sehens verrichten. Da nach derneueren Ansicht Mitlira zu den Todlenrichlern gehört, welche dem Menschenam dritten Tage nach dem Tode seinen Wohnort im Himmel oder in der Hölleanweisen , so wird es begreiflich, dass man die Dienste dieser vielen Genienbesonders darin bestehen liess, die Thaten der Menschen zu beobachten unddem Mithra zu hinlerbringen. Nach dein Ardä-Viräf-uätne hört er die Be-richte aller dieser Genien auf einmal.
1) Rätna-qa 9 tra, Rameshne-qarom bei den spätem Parsen ist der Gott,durch deu man Genuss von den Speisen hat.
2) Frädat-fshu ist nach den Glossen ein Genius, der das Vieh vermehrt.Zantuma, Haupt einer Genossenschaft.
3) Frädat-vira, der Genius, der die Menschen vermehrt. Daqyuma, Haupteiner ganzen Provinz.
4) Unter ,,deiu grossen Herrn, dem Nabel der Gewässer“, verstehen dieGlossen, wie mir scheint sehr richtig, den Arhurj (Alburj) d. h. das fabelhafteGebirge, das nach der persischen Kosmologie die ganze Welt umgiebl. Zwarreden beide Uebersetzuugen nur vom Burj , nicht vom Arburj, wie sonst derFall ist, es kann aber keinem Zweifel unterworfen sein, dass sie den letztemmeinen. Auch der Bundehesh (c. XX. p. 50, 3 ed. W.) sagt, dass alles Wasservom Arburj komme und dahin zurückkehre. Wenn die Glosse bei Neriosenghvom Arvand redet, die vom Arburj herabkonime, so meint sie damit wahr-scheinlich den fabelhaften Fluss, der in Bundehesh Arg-rut genannt wird, wonicht deu Tigris, der auch deu Namen Arvand führt. — Es ist übrigens merk-