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2 (1859) Vispered und Yaçna
Entstehung
Seite
36
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6. Dem Leibe der Kuli, der Seele der Kuh * 1 ), dem Feuer (demSohne) des Aliura-Maztla, dem hiilfreiehsten 2 ) der Amesha-cpenlas.

7. Ich lade ein und lliue es kund: den Tageszeiten, den Herrndes Reinen 3 ): dem Ilävani dem reinen, Herrn des Reinen.

8. Ich lade ein und thue es kund: dem Cävaghi und Vigya 4 5 )den reinen, Herrn des Reinen.

9. Ich lade ein und thue es kund: dem Mithra 8 ), der weite

Afvinas), deren Rolle in den alleren Schriften nicht klar ist, weil sie zu seltenerwähnt wird. In den späteren wird ihr vornehmlich die Verleitung zum IIocli-mutbe u. s. w. zugeschrieben. 5) und" 6 ) Haurvat und Ainereäll werdenfast immer zusammen genannt. Der erslere ist der Herr der Gewässer, derletztere der der Bäume. Nach dem Sad-der Bundehesh sind sie es, welche dasNützliche und Angenehme in die Speisen legen. Ihre Widersacher sind Taricuud Zaric (Taura und Zairica Vd. X. 18).

1) Diese Anrufung bezieht sich auf den Urstier, einem fabelhaften Wesender persischen Mythologie, das zuerst und allein auf der Welt existirle, dannaber von Agra-mainyus getödtet wurde. Aus seinem Leibe wurden dann dienützlichen Gelreidearten geschaffen, während seine Seele zum Himmel empor-slieg, wo sie wehklagte, dass die Welt nun ohne Schutz sei und von Agra-mainyus verdorben werden müsse, bis ihr der Fravashi des Zarathustra ge-zeigt wurde, worauf sie sich beruhigte, Weiteres hierüber vergl. man untenc. XXIX. und Bundehesh c. IV. und in meiner Einleitung in die traditionellenSchriften der Parseu II. §. 12.

2) Eigentlichdem am meisten Herzukommenden, nämlich wenn man ihnum Hülfe bittet.

8 ) Von §§. 722 folgt die Anrufung der Tageszeiten in Verbindung mitverschiedenen andern Genien, die mit ihnen zusammen gedacht werden, umGlück und Heil über die Geschöpfe und die Menschen zu verbreiten. Was dieTageszeiten betrifft, so giebt es deren fünf im Sommer, vier im Winter. DerBjundehesh c. XXV. (p. 68 , 12. ed. Westerg.) sagt:Wenn es Morgen ist,so ist der Gab Hävan (Hävani), Mittags derGäh Rapitwin (Rapithwina), bei derDämmerung ist der Gab Uziren (Uzayeirina), wenn die Sterne sichtbar werden,derGäh Aibifrutrein (Aiwifrulhrema), von Mitternacht bis dass die Sterne ver-schwinden, der Galt Ushahina. Mit dem zuletzt genannten Gäh beginnen dieVendidad-sädes , die Anrufung der Tageszeiten , weil man den Veudidad-sädewirklich um jene Zeit anfängt zu recitiren, während der einfache Yafna, wieschon Anquetil zu unserer Stelle bemerkt, des Morgens recitirt wird. Darumsteht denn auch hier Hävani zuerst. Die richtigere uud ursprünglichere Folgeist aber die der Vendidad-sädes. Nur nach jener Ordnung folgen sich die Ab-theilungen der eränischen Stämme in der gewöhnlichen Reihenfolge.

4) (iävaghi nach den Glossen zu dieser Stelle ist ein Hülfsgenoss derHävani, welcher die Heerden des Viehs vermehrt, während Vifya, wie schonder Name besagt, Schulzgott der Clane ist.

5) Mithra ist der Herr des Lichtes, vergl. Westergaard in Webers ind