1. Ich lade ein und time es kund: dem Schöpfer Ahura-Mazda,dem glänzenden, majestätischen, grössten, besten, schönsten,
2. dem stärksten, verständigsten, mit bestem Körper versehe-nen, durch Heiligkeit höchsten.
3. Der sehr weise ist, der weithin erfreut,
4. welcher uns schuf, welcher uns bildete, welcher uns erhielt,der Heiligste unter den Himmlischen.
5. Ich lade ein und Ihne es kund: dem Vohu-manö, dem Asha-vahista, dem Khshalhra-vaiiya, der Qpeixta-ärmaiti, dem Haurvatund Aineretät 1 ).
1) Nachdem §. 1—4 zuerst, wie billig, Ahura-Mazda als die oberste Gott-heit, der ersle der Amesha-jpentas, zum Opfer eingeladen worden ist, wendetman sieb an die nächst höchsten Genien, die übrigen sechs Amesba-fpentas.Diese sind erstlich die Schützer einzelner Theile der sichtbaren Welt, dannaber — im spateren Parsismus — haben sie auch noch eine ethische Bedeu-tung erhalten, die Plutarch schon kennt. Der Sad-der Bundehesh (Cod. suppl.d’Anq. XV. fol. 129 vso. (lg.) beschreibt sic nach beiden Seiten: Vohumand,Bahman oder Behmen in der späteren Sprache , hat die lebendigen Geschöpfezu beschützen, sowie darüber zu wachen, dass sie nicht in Streit und Feind-schaft mit einander gerathen. Sein besondrer Gegner istAkd-inano, Akontan.2) Asba-vahista (Ardi-behist) der Genius des Feuers. Sein Widersacher istAndar. Nach dem späteren Parsismus hat er die Menschen immer froh undfröhlich zu erhalten, Personen, die immer mit düsterem Gesiebte einhergehen,verfallen dem Andar. 3) Khshathra-vairya mit dem spätem Namen Schahrevar(gewöhnlich Schahriver geschrieben) ist der Herr und Beschützer der Metalle.Auch die Fürsorge für die Armen ist ihm nach späteren Berichten übertragen.Sein Widersacher ist Qaurva, Saval bei den späteren Parsen. 4) fpenta-ärmaiti, ein weiblicher Genius mit dem spätereu Namen t^pandarmat oderQpandomat ist die Göttin der Erde. Schon in den älteren Schriften gilt siezugleich als Göttin der Weisheit, in späteren Schriften wird ihr besonders dieVerleihung guter Lebensart, Redefertigkeit u. dgl. zugetheilt. Widersacherist Naoghaithi (dem Worte nach identisch mit skr. uäsatya, einem Namen der
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