V i s p e re d.
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30. Ich lade eia und verkünde es den ahurischen Fragen i ), demahurischen Herkommen, dem ahurischen Herrscher, dem ahuri-schen Oberpriester 2 ), dem reinen, Herrn des Reinen.
31. Ich lade ein und verkünde es dem Wohnsitze, dem mitFutter versehenen, dem reichlichen Futter dem wohlgeschaffenen fürdie Kuh und dem viehzüchtenden reinen Manne.
II.
1. Hier mit Zaöthra und Baretjma wünsche ich herbei mit Lob-preis 3 ): die Herren der Himmlischen, die Herren der Irdischen, dieHerren der Wasserthiere, die Herren der Wesen die unter demHimmel leben, die Herren des Geflügels, die Herren der Weitschrei-tenden, die Herren der mit Klauen Versehenen. Hier mit Zaöthraund Barecma wünsche ich herbei mit Lobpreis : die Jahresfeste diereinen, Herrn des Reinen. Hier mit Zaöthra und Barefma wün-sche ich herbei den Maidhyozaremaya, die Milch, die reine, den
Stelle. Ich bezweifle aber, dass dies richtig sei. Reiner von den bis jetztangerufenen Gebetstheilen gehört einem Stücke des Avesta an , das uns nichtmehr erhalten wäre; wir. werden also den Hadhaökhta auch innerhalb derjetzt noch vorhandenen Bücher der Mazdayaynier suchen müssen. Man wirdetwa den ()rosh-yusht Hadokht darunter zu verstehen haben.
1) Anquetil will den Thron Ormazds hier suchen, was ganz falsch ist und
nur auf seiner eigenen Etymologie, nicht einmal auf der seiner parsischenLehrer beruht. Unter den ahurischen Fragen wird der Vendidad und ähnlicheWerke zu. verstehen sein. Unter den ahurischen Satzungen sind die Ptlichlenzu verstehen , welche das Herkommen vorschreibt. So wenigstens nach derH. U. Varena ist Glaube, tkaesha die praktische Ausübung der Religions-
vorschriften.
2) Man vergl. Yj. I, 24 und XIX, 50 flg. Aus diesen Stellen, namentlich ausden im Texte gebrauchten Ausdrücken geht hervor, dass hier vom Könige undvom Oberpriester die Rede ist. Grammatisch möglich wäre es auch zu über-setzen : ,,ich lade ein etc. , die ahurischen Fragen etc. des ahurischen Herr-schers und des ahurischen Oberpriesters.“ Doch scheint mir die im Textegegebene Uebertragung vorzuziehen.
3) Nachdem im ersten Capitel die Mose Bekanntmachung des abzuhalten-den Ya§na gegeben wurde, folgt hier im zweiten der dringende Wunsch diegöttlichen Wesen herbeizuziehen. Zaöthra und Barepnia (über sie vergl. mandie Einleitung), welche in der Hand gehalten werden, dienen gewisserraassenals Mittel zum Herbeiziehen. Nach deu Parsen müsste inan eigentlich über-setzen: „ich wünsche herbei zu dieser Lobpreisung,“ der Sinu wäre ganzpassend, aber grammatisch vermag ich ihn nicht zu rechtfertigen.