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2 (1895) 1847 - 1879
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1847-1862

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keiner öffentlichen Meinung getragen werden, zu büreaukratischen Staatsstreichenauffordern, weil letztere leicht erscheinen werden, wenn es so weiter geht')."

Am l3. April 1854 schreibt Bismarck an die gleiche Adresse (BriefwechselS. 156):Die Kammerdebatte hat mich amüsiert, und war mir dabei etwa wiedem rauflustigen Schmiedegesellen zu Akute, der den Lärm einer Keilerei hört."

Am 22. November 1854 heißt es in derselben Korrespondenz (BriefwechselS. 207):Zu den Kammern werde ich ohne besondere Weisung nicht kommen.Übrigens fehlt mir auch noch die Berufung." Die Stelle bezieht sich nicht ansdas Abgeordnetenhaus. Vielmehr wurde Bismarck am 21. November 1854 aufVorschlag des alten und befestigten Grundbesitzes im Landschaftsbezirk des Herzog-tums Stettin in das Herrenhaus berufen, dessen Debatten er bis 1862 zwarmehrfach beiwohnte, ohne aber aktiv sich an denselben zu beteiligen ft.

Seine Ansichten über die Stellung Preußens im Zollverein und die Not-wendigkeit der Errichtung eines Zollparlaments und die Zuckersteuer-Vorlageentwickelte Bismarck in einem Schreiben vom 15. März 1858, gerichtet an einenunbekannten Abgeordneten, welches in meinem Werke:Preußen im Bundestag",Bd. IV, S. 298, abgedruckt istft.

Unter den Abgeordneten, mit denen Bismarck in dieser älteren Zeit befreundetwar, ist der der gemäßigt konservativen Partei angehörige, im Jahre 1882gestorbene Herr von Below zu erwähnen. Aus der Reise nach Petersburgerkrankte Bismarck ans Below's Besitzung Hohendorf bei Elbing so ernstlich, daßer die Gastfreundschaft desselben längere Zeit in Anspruch nehmen mußte. Andiesen Abgeordneten richtete Bismarck am 18. September 1861 aus Stolpmüudeeinen Brief, woselbst es gegen den Schluß hin heißt:Wir bedürfen einer neuenund bildsamen Einrichtung auf dem Gebiete des Zollwesens und einer Anzahlgemeinsamer Institutionen, um die materiellen Interessen gegen die Nachteile zuschützen, die aus der unnatürlichen Konfiguration der deutschen Landesgrenzenerwachsen. Daß wir diese Dinge ehrlich und ernst fördern wollen, darüber solltenwir jeden Zweifel heben. Ich sehe außerdem nicht ein, warum wir vor der Ideeeiner Volksvertretung, sei es im Bunde, sei es in einem Zoll- und Vereins-parlament, so zimperlich zurückschrecken. Eine Institution, die in jedem deutschenStaate legitime Geltung hat, die wir Konservative selbst in Preußen nichtentbehren möchten, können wir doch nicht als revolutionär bekämpfen."

ft Briefwechsel S. 144. Des weiteren verbreitete sich Bismarck über den Antrag aufsechsjährige Wahlperioden auf Grund von Mitteilungen, die ihm Moritz von Blanekenburggemacht hatte.

2) Überaus treffende Urteile über die parlamentarischen Vorgänge in Preußen finden sichferner in den Briefen Bismarck's an den General von Gerlach ä. ä. 31. Mürz 1857 (BriefwechselS. 328) und I I. April 1857 (a. a. O. S- 332).

ft Über ein interessantes Gespräch, das MSmarck im Jahre 1859 bald nach Ausbruch desfranzösischen Krieges mit dem früheren Präsidenten der preußischen Nationalversammlung vonUnruh führte, vergl. dieErinnerungen" dieses letzteren, auszugsweise mitgeteilt in derDeutschenRevue" IV. Jahrgang, 4. Bd. S II. Unruh gehörte damals dem preußischen Abgcordnetenhansenicht an.