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liehen Säulen, mit beiden Bildwerken aber die flachen Bögenund die antike Gewandung der Apostelgestalten gemein. Dassnun der Künstler der Basler Werke von jenseits der Alpenstammen könne, ist kaum anzunehmen, dagegen mehren sichimmer mehr die Zeichen, welche für seine südfranzösische Her-kunft sprechen. So ist es eine beliebte Gepflogenheit der mittel-alterlichen französischen Kunst, die Apostel zu zweit in Unter-haltung begriffen, darzustellen, wenngleich dieses Motiv wohl aus„in .letzter Linie frühbyzantinischer Quelle“ stammt. 1 Klingtdoch, was Viollet-le-Duc über die aus der II. Hälfte des XIII.Jahrhunderts stammenden Apostelfiguren des Südportals der Kathe-drale von Amiens sagt, als sei es auf die Basler Gestalten be-zogen : „La ils sont repre-sentes dissertants entre eux:quelques-uns tiennent des livres,d’autres des rouleaux de-ployes “. 2 Gehen doch auchdie am Georgenchor zu Bam-berg in Rede und Gegenrededargestellten Apostel und Hei-ligen auf französische Vorbilderzurück . 3 Die zwei Schlüsselferner, welche der BaslerPetrusgemäss Matthaeus 16, 19 inHänden hält, lassen den fran-zösischen Meister vermuten, denn bei den dortigen Petrusdarstel-lungen ist stets die Zweizahl der Schlüssel gewahrt, währendsich bei den Deutschen meist nur einer findet . 4
Manches von dem Gesagten kann in gleichem Masse auf die
1 Wilh. Vöge, Ueber die Bamberger Domsculpturen. Repert. f.Kunstw. XXII. Bd. 2. Heft, p. 100.
2 Viollet-le-Duc, dictionnaire raisonne de l’architecture. Im Ar-tikel: Apotres.
3 Artur Weese, Die Bamberger Domsculpturen. Strassburg 1897.
4 Dass in den alten Gasthofnamen mehrfach Beziehungen zurKirche (z. B. Engel, Kreuz u. a. m.) anklingen, ist bekannt. Charak-teristisch ist nun, dass wir in Deutschen Landen allgemein das Wirts-haus »zum Schlüssel», in Frankreich und der welschen Schweiz da-gegen stets die adeux clefs» finden.
Von einer Tumba in der Kirche vonSt. Menoux (Allier).