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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
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tenden Sculpturen festzustellen, berechtigt erscheinen mag. Beginnenwir mit einer kurzen Schilderung dessen, was auf beiden Tafelndargestellt ist.

Die Aposteltafel (Taf. VIII), eine rote Sandsteinplatte vonl m Höhe und 1,52 m Breite, zeigt eine Arcatur von dreiflachen profilierten Bögen, welche auf vier Säulen mit attischenBasen und korinthisierenden Kapitellen ruhen. In den drei sogebildeten Feldern stehen je zwei männliche Gestalten. Sie werdendurch einen sich am oberen Rande der Tafel hinziehenden, ge-meisselten Streifen mit in der romanischen Kapitale gehaltenerInschrift 1 als die Apostel Petrus, Johannes, Bartholomaeus, Jacobus,Simon und Judas bezeichnet. Die vier Bogenzwickel unterhalbdieses Streifens sind mit je drei kleinen romanischen Fensteröff-nungen ausgesetzt. Die ganze Tafel wird von einem einfachen,durch zwei erhöhte geradlinige Leisten eingefassten Rahmen um-geben.

Die Vincentiustafel 2 3 * * * * (Taf. IX) ist aus dem gleichen Material,wie die eben beschriebene, gefertigt, und hat — nach Abzug derjetzigen modernen Umrahmung — eine Höhe von 1,25 m undeine Breite von 1,95 m. Sie ist in vier zu zweit übereinanderangeordnete Felder geteilt, welche durch einen gleichen Rahmen,wie den der Aposteltafel, von einander getrennt sind. Jedes derFelder, mit Ausnahme des letzten, enthält zwei zeitlich aufein-anderfolgende Scenen aus der Leidensgeschichte des Heiligen,beim vierten Felde allein sind deren drei zusammengedrängt. Aufdem oberen linken Felde sehen wir Vincentius, wie er als Diaconvor dem römischen Landpfleger Dacianus für seinen der Redeungewandten Bischof Valerius von Valencia das Wort führt, undwie er dann seinen Glaubensmut durch Geisselhiebe büssen muss. 8

1 F. X. Kraus, Die christlichen Inschriften der Rheinlande, II, 4,Nr. 7.

8 Die Vincentiustafel war, wie erwähnt, früher in 2 Teile geteilt,doch ist dies sicher nicht ihre ursprüngliche Gestalt. Die Zerstückelungmuss vielmehr später stattgefunden haben, und jetzt erst präsentiertsie sicher wieder wie ehemals.

3 Die geschichtlichen Angaben über Dacianus und Vincentius

schwanken. Den Anmerkungen zur «Legenda aurea» zufolge stirbt

Vincentius im Jahre 287 unter Diocletian und Maximian. Nach der

Real-Encyklopädie für protest. Theologie und Kirche (von Herzog,

Plitt und Hauck) wird er 3 o 3 oder 304 vom Praeses Dacian von Sa-

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