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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
957
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Sed

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Dieses Salz erscheint immer kn fester Gestalt, doch istdas sublimirte etwas lockerer, stockigt und gestreift. Seineigenthümliches Gewicht ist fast i^mal so groß, als das desWassers. Es löset sich im kalten Wasser etwas schwer auf,und erfordert bey 50 Grad nach Fahrenheit, 20 Theile,beym Siedpunkte aber nur 2,211 Theile Wasser, daher essich leicht durch Abkühlen krystallisiren last. Es ist an sichfeuerbeständig, folgt aber wegen seiner Leichtigkeit demÄergehenden Wasser in Gestalt von Flocken nach, daheres sich gewissermaßen auf eine mechanische Art sublimstenlast. Es schmelzt in gelinder Hihe, und verliert dadurchsein Krystallssakionswasser, welches fast die Helfte seinesGewichts auSträgk. In der Hihe löset es die Erdenund Steine stack auf, und bildet mit ihnen glasähn-tiche Massen.

Von den Sauren leidet es keine Veränderung: mitden milden Laugensalzen und Erden aber brauset die Auflö-sung desselben in der Hihe, und giebt eigne Neutral, undMittelsalze, welche den allgemeinen Namen der Boraxeführen. Der gewöhnliche Borax, den es mit dem Mk-ncralalkali bildet, ist noch nicht ganz damit gesätkiget, da-her rühren feine alkalischen Eigenschaften. Er nimmt auchnoch mehr Sedativsalz bis zur Sättigung in sich.

Die Meinungen der Chymisten über dieses Salz sindungemein verschieden gewesen. Man hielt den Borax fürein Kunstprodukt, und glaubte daher auch, das Sedativsalzlasse sich aus andern Stoffen zusammensehen. Porr hieltes für eine Mischung von phlogistisirter Erbe und Vitriol-säure, Model für ein Neucralsalz aus Vimolsäure undeinem eignen unschmelzbaren Alkali. Mclzer (viss äsdorsce. kcAiomont. 1723. 4.), Lartheuser, Bourdelmund (Lader suchten Salzsäure, lehterer auch noch Kupferund verglasbare Erde darinn. Baume (Erl. Experimen-talchemie Th. II. S. 156 und 17;.) glaubte, aus einemJahre alten Teige von Thon, Fett und Wasser ein Se-dativsalz auegelaugt zu haben, aber Srorrs (Oiifl. äe lslssecislivo lstomb. 1 ubin§. 1778. 4.) und vpieglebö Ver-