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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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gerade zureicht, den Körper im völligen Kreise herum zutreiben, verhalten sich in der höchsten und tiefsten Stelledes Kreises die Quadrate der Geschwindigkeiten, wie r zu 5,

und die Geschwindigkeiten selbst, wie i:

Ex- Ein Stein, an einem Faden von i§ Fuß Langevertical geschwungen, muß, wenn er einen völligen Kreisbeschreiben soll, da wo er senkrecht niedergeht, eine De-schwindigkeit haben, deren Quadrat - 6 . is. -- 100

Quadralfuß ist, oder, die ihn in einer Secunde IO Schuhweit führt. Er spannt alsdann den Faden im Anfänge desFalls mit der Kraft z, im tiefsten Punk'e mit derKraft -c 6, und im höchsten Punkte gar nicht. Seine

Geschwindigkeit im tiefsten Punkte ist -- ^ ^iz, im höch-sten -- ^ ^z, u. s. w.

Wird bey dem Schwünge im Kreise die Geschwindig-keit noch mehr verstärkt, als zur Vollendung des Kreises ge.rade nöthig ist, so findet überall, selbst noch im höchstenPunkte, mehr Schwungkraft statt, als Schwere da ist.Alsdann fallen die Körper nicht herab, wenn sie gleich obenohne Unterstützung sind. So setzt man Glaser, mitLiquoren gefüllt, in eine Schleuder oder einen Reif, undschwingt sie in lokhrechten Kreisen, wo sie oben in umge.kehrte Stellung kommen, ohne daß ein Tropfen von demLiquor herausfällt.

Bey diesen Betrachtungen ist die Schwungkraft alsbeschleunigende Kraft angesehen, und mit der Schwere --rverglichen worden. Will man sie als bewegende Kraftbetrachten, so muß sie noch in die Maste des Körpers null,tiplicirt, oder, was eben so viel ist, mit seinem Gewichteverglichen werden. Dabey bleiben alle angeführte Aus-drücke die vorigen. So ist die Schwungkraft unter demAequator so stark, daß sie einem Körper, der in Pariss8y Pfund wiegt, r pariser Pfund von seinem Gewichtebenimmt; ein Stein der i Pfund wiegt, wird, im Kegelvon i2Q Winkel geschwungen, den Faden mit 2 PfundKraft, und im vmicalen Kreise geschwungen, die Schleu.