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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
943
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Ob nun gleich der menschliche Körper fast alles Ge-wicht im Wasser verliert, so schwimmen doch alleThiereleichter, als der Mensch, bey dem das Schwimmen Kunstist, und erst erlernt werden muß. Zum Theil kömmt dieswohl daher, weil der Körper eine ihm ungewöhnliche Stel-lung annehmen muß, wenn der aus dem Master hervorra-gende Thell gerade der Kopf seyn soll (s Unters, woher eskomme, daß die Thiere von Natur schwimmen können, d«hingegen der Mensch solches erst mit Muhe lernen muß, vonLmzin, im Hamburg. Magazin, IB. S. Z27.). Auch ver-sinken und verunglücken gewiß die meisten Menschen dar-um, weil das Schrecken ihnen Kraft und Bewußtseyn raubt,oder die .Erkältung sie durch Schlagflüße tödket. Leichenschwimmen, weil sich durch die angehende Fäulniß die Höh-lungen des Körpers erweitern, wodurch das Volumen zu-uimmt. . - -

Bisweilen schwimmen auch feste Körper, wenn siegleich schwerer sind, a!S Wasser, entweder wegen der ihnenanhangenden Luftbläschen, oder weil ihr Gewicht zu geringist, um de» Zusammenhang der Wassertheile zu trennen, diesie niit ihrer Flache berühren. So schwimmen Golkblatk-chen und Nadeln, wenn man sie behutsam auf die Wasser-fläche legt.

Die Kraft, welche erfordert wird, einen sonst schwim-menden Körper ganz untergetaucht zu erhalten, ist gleichdem Gewichte des aus der Stelle getriebnen Wassers weni-ger dem Gewichte des Körpers. Und ein Gefäß mit Was-ser, worauf ein Körper schwimmt, wird um das Gewichtdieses Körpers schwerer, welches man gewöhnlich so aus-drückt, das verlohrne Gewicht des schwimmenden Körperswachse dem Wasser zu.

Auch von flüßigen Materien, welche verschiedene spe-oißsche Schweren haben, scbwiMttit die leichtere auf derschweren, wenn sie einander nicht austösen, z. B. Oel aufWasser, Wasser auf Oueckstber. Man kan mehrere solcheMaterien durch Schütteln untereinander mischen, wenn sieaber in Ruhe kommen, sondern sie sich wieder von einander;die leichtere Flüßigkeit steigt durch die schwerere in die Höhe,