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3 (1790) Von Liq bis Sed
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RUß

und sich durch eine wahre Sublimation in Rauch und RußVerwandler,. Je vollkommner die Verbrennung ist, destoweniger erhält man Rauch und Ruß.

Der Ruß selbst ist nach Beschaffenheit der Verbren.nung und der verbrannten Substanzen verschieden. Der ge-meine Ruß der Schorsteine hat einen scharfen, bittern undbrenzlichen Geschmack, setzt im Wasser eine färbende Ma-terie üb, und kan aufs neue sehr lebhaft und mit starkerFlamme brennen, wie man an dem Brennen der Schar-,steine sieht. Dies zeigt, daß er salzige, ölichte, seifenar-tige Theile und Brennbares enthalte. Durch die Destilla.tion erhält man aus ihm Wasser, kaugensalz in fester undstößiger Gestalt und ein brenzliches Oel; der Rückstand isteine häufige kohlenartige Materie, aus der man nach derEinäscherung fixes Alkali bekommen kan. Manche Artendes Rußes geben auch Säuren, und zuletzt bey starkemFeuer etwas Salmiak, wie in Holland der Torfruß, undin Egypten der Ruß von verbranntem Miste der Haus»thiere, welche kochsalzhaltige Kräuter fressen.

Da alle Arten des Rußes flüchtiges Alkali liefern,auch wenn sie von bloß vegetabilischen Materien kommen,so schloß Man sonst, daß die Verbrennung der Pflanzen,wie die Fäulniß, ein flüchtiges Laugensaiz erzeuge. Herrwiegleb aber (Chemische Versuche über dis alkalischenSalze, Berlin und Stettin, 177g. 8« S. 222 u. f.) hatdurch seine Versuche mit Büchenholzsagfpanen und Rußvom Buchenholz dargethan, daß der flüchtigalkalische An-theil, den der Ruß giebt, schon vor der Verbrennung imHolze enthalten sey.

Man gebraucht den Ruß zur Bereitung des Sal-miaks lind zum Färben, indem daraus das Rußbraungezogen, auch durch Versetzung mit Leim die Tu-sche, und mit verdicktem Leinöl die Buchdrucker schwär-ze bereitet wird. Auch die Arzneykunst macht einigen Ge.brauch vom Ruße, und den Chymisten dient das Lampen,schwarz wegen des darinn enthaltenen PhlogistonS als einHülfsmittel zur Reduktion der Metallkalke.