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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
610
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aber weder die Gestalt, dieKircher voraussetzk, Noch könntensich die Dünste nach Descarteö in ihnen so hoch erheben,und durch enge Oefnungen ihrer Decken ziehen, ohne schonUnterwegs verdichtet zu werden und herabzufallen. Es-ste auch, wenn dies der Ursprung der Quellen wäre, dasInnere der Berge und der Erde langst mit dem zurückge»lassenen Salze des Meerwalsers ausgefüllt ftyn.

Aerraulc (Oeuvres äiverle«, U'o. u. p. 7Z7 sgg.) lei-tet den Ursprung der Quellen aus mehrern Ursachen zugleichab. Er schreibt die Flüße bloö dem unmittelbar von devOberfläche ablaufenden Reuen - und Schneewasser zu, undleitet die Quellen und Brunnen des platten Landes von demausgetretenen Wasser der Flüße ab, welches sich in die Erdeziehe, in ihren Holen bleibe, und nach und nach wieder zuden Flüßen zurückkehre. Um aber die Quellen aufden Ber-gen und über der Oberfläche der Flüße zu erklären, nimmter die Ausdünstung zu Hülfe, durch welche das in den Ho-len gesamMlete Wasser in die Höhe getrieben und obenwieder verdichtet werde. Dem ersten Theile dieser Erklä-rung stehet alles dasjenige entgegen, was schon gegen Ma-rioktes Hypothese wegen der Unzulänglichkeit des Regcn-und Schneewassers erinnert worden ist; überdies lehrt derAugenschein, daß die Flüße aus Quellen, nicht aber dieseaus jenen, entstehen.

Ueber den Ursprung einiger Quellen durch Ausdünstungführt perraulc folgende Beobachtungen an. Auf demBerge Odmiloost in Slavonien wurden Steine gebrochen.Als man io Fuß tief gekommen war, brach durch die Ri-tzen ein starker Dunst mit unglaublicher Geschwindigkeithervor, welcher rz Tage anhielt; aber nach drey Wochenwaren alle Quellen des Berges vertrocknet. Eine Meilevon Paris hatten die Carthäuser eine Mühle, der es anWasser gebrach, als man eine neue Steingrube in der Ge-gend angelegt hatte, aus deren Ritzen ein starker Dunsthervordrang. Die Carthäuser kauften die Steingrube, ver-stopften die Ritzen, und erhielten dadurch die gewöhnlicheWassermenge wieder. Diese Beobachtungen würden eswahrscheinlich machen, daß hin und wieder einige Quellen