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3 (1790) Von Liq bis Sed
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Rov

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läaxe 1784. lU Vol. 8 ) ähnliche Bewegungen bevm Nord-lichte auch an messingnen Nadeln, die also nicht magnetischwaren, bemerkt hat.

Daß diese Erscheinung, und besonders das Aufstei-gen der Lichtsäulen, mit einem Geräusch, wie das Sauseneines entfernten Windes, begleitet sey, hat mau in Schwe-den behaupten wollen. Dies würde anzeigen, daß der Stofdes Nordlichts nicht so weit von uns wäre, oder sich zuwei-len bis in den Luftkreis erstreckte. MusscHenbooek führthierüber die Zeugniße der grönländischen Wallsischfahrer au,und KVacgenrm (Schweb. Abhol. für i/zz. deutsch. Ucbers.S. 86.) beruft sich auf D. G ßlers Beobachtungen imnördlichen Schweden. Bergmann aber hat nichts hievenwahrnehmen können, und bemerkt, die beständige Bewe-gung mache den Zuschauer geneigt, jedes Säuftln, das eretwa aus andern Ursachen höre, dem Nordlichte zuzuschreiben.

Es bleibt mir nun noch übrig, die Meinungen derNaturforscher über die Ursache dieses sonderbaren Phäno-mens anzuführen. Man suchte sie anfänglich in dem, wassich am ersten darbietet, in entzündlichen oder wenigstensphosphorescirenden Ausdünstungen der Erde. Diese Er-klärung findet man bey den meisten altern Physikern, nurmit dem Unterschiede, daß sie diese Ausdünstungen bald fürSchwefel und Salpeter, bald nur überhaupt für etwas Ent-zündliches oder Leuchtendes ansgeben, aber doch einstimmiginnerhalb der Grenzen unsers Luftkreises setzen. Auch LUustschen brock kan sich hievon nicht lvSrAssen. Er nimmt fürbewiesen an, daß das Nordlicht mit zur Atmosphäre gehö-re, weil das Segment wie eine gewöhnliche Wolke aussehe,der Bewegung der Erde folge, bisweilen eine sehr großeParallaxe zeige, und ein Geräusch hören laste. Aber unterdiesen Entscheidungsgründen mangelt es einigen an Wahr-heit oder Gewißheit, andern an Beweiskraft, ^lmirairzeigt dagegen sehr gründlich, daß das Nordlicht nicht vonirdischen Dünsten herrühren könne i.)aus seiner großen Höhe2.) aus den langen Unterbrechungen, denen doch Regen,Donner, Höfe, Nebensonnen u. dgl. nicht ausgesetzt sind