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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
368
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Nor

Z68 .

Nordlichter von Gassendi beobachtet. Von 1621i6g6findet sich die gewisseste Unterbrechung der Erscheinung ineinem Zeiträume, der so ungemein reich an Beobachterndes Himmels war. Um MS zeigten sich einige schwacheNordlichter; nachher aber fiengen sie nach einer Pause von20 Jahren erst 171b wieder an, und sind seitdem bis auf denheutigen Tag immer häufig geblieben. Von dem am 6März a. St. 1716 sagt Halley (kbilos. Irsne. no. Z47.),es sey das erste, das er gesehen habe, ob er gleich ein fleißi-ger Beobachter des Himmels, und damals schon sechszigJahr alt war.

In Schweden scheint das Nordlicht ähnlichePeriodengehalten zu haben, wie Celsius erweiset. Friedrich Mar;rens, der 1671 in Grönland war, und alle Merkwürdigkeitten dieses Landes genau beschreibt, erwähnt nichts von einersolchen Erscheinung.

Man sieht die Nordlichter zu allen Jahrszeiten, amhäufigsten aber nach der Herbst- und vor der Frühiings-nachtgleiche. Manv.n hat 229 beobachtete Nordlichter denMonaten nach in folgende Tabelle gebracht:

Januar 21

May

i

Sept.

Z 4

Febr. 27

Jun.

5

Ock.

50

März 22

Jul.

7

Nov.

26

April 12

August

9

Dec.

i;

Es ist zwar sehr schwer,

Parallaren des Nordlichts zu

messen, und daraus seine Höhe über der Erdflache anzuge-ben, weil zween Beobachter an entfernten Orten nie versi-chert seyn können, beyde ebendenselben Punkt des Phäno-mens getroffen zu haben. Doch vereinigen sich alle hierüberongestellke Versuche dahin, daß die Höhe des Gegenstan-des, den man bey dieser Erscheinung sieht, sehr groß seynmüsse. Dies erhellet schon daraus, weil man ein und eben-dasselbe Phänomen auf einem so großen Theile der Erdflä-che sieht. Uebervws zeigt die Erfahrung, daß die Nord-lichter in keiner bestimmten Verbindung mit der Witterungstehen, woraus es wahrscheinlich wird, daß sie über dieGrenzen des Luftkreises hinaus liegen, und nicht zu den ei-gentlicheu Meteoren gehören. Nu'.iran berechnet aus