ofne I. in den Stiefel und wird verdünnt. Treibt man nundie Kolbenstange nieder, so öfnet sich der Kolben; zugleichwird das Ende k der Stange gg in k. eingekrieben, undschneidet die Gemeinschaft mit der Glocke ab. Die Luft imStiefel geht also durch den Kolben hindurch, und wirdbeym folgenden Zuge, wobey sich derselbe wieder schließt,durch den Canal ao Hinausgetrieben.
Es ist wahr, daß bey dieser sinnreichen Anordnung we-der ein schadlicherRaum übrigbleibt, noch die Luft sich selbstdie Wege öfnen darf. Vielmehr kan alles vollkommen aneinander schließen, und die Oefnung der Wege wird im Bo-den und Kolben durch die Bewegung des Kolbens selbst be-wirkt. Allein die Ausführung erfordert eine Genauigkeit,die man nur von Meisterhänden erwarten kan; auch ist dieMaschine aus so vielen kleinen, und doch wesentlichen Thci-len zusammengesetzt, daß beym Gebrauch bald Mangel ent-stehen müssen, deren Quelle nicht immer leicht zu entdeckenseyn dürfte.
Quecksilberpumpen.
Alle bisher beschriebe Luftpumpen saugen durch Kol-ben , welche die Luft unmittelbar berühren. Man kan sichaber auch anderer Mittel zu Hervorbringung leerer Raumebedienen. Schon dis storentiner Akademismen hatten dazudas Quecksilber in der torricellischen Röhre gebraucht;neuerlich haben die Herren Baader und Hindenburg ebendiese Materie vorgeschlagen, welche nach jenem die Stelledes Kolbens selbst vertritt, nach diesem aber zwischen denKolben und die Luft gestellt wird.
Maria Clemens Baader, ein Arzt in München, be-schreibt seine Quecksilberpumpe selbst (in Lorenz Hübnersphysikalischem Taschenbuche für Freunde der Natur, istenIahrg. gtes Viertel. Salzburg, 1784. S. 650.), und nachihm die Herren Hindenburg (kckoZr. De sntliaöascicri's-na b/äroki-ttlco-pnLVMstic-g. Ickps. 1787. 4.)undLlck)tcn-rberg (Magazin für das Neuste a. d. Phys. V B. 2kes St.S. 91 u. f.) Taf. X V. Fig.24. stellt ihren vertikalen Durch-