Luf 5
Eigenschaften wegen im Luftkreise statt findet, wird manbeyin Worte: Luftkreis antreffen.
FlüßigkeLt, Elastkcität rmd Schwere der Luft.
Daß in den Räumen, die dem Auge leer scheinen, nochetwas vorhanden sey, das gefühlt werden kan, davon über-zeugt uns unsere Empfindung, wenn wir dieses unsichtbareEtwas gegen uns treiben. Wir fühlen alsdann die Bewe-oung desselben, oder den tViud. Taucht man ein leeresGlas TkO, Taf. XlV. Fig. i. mit unterwärts gekehrter Qef.nung, im Gefäße so unter Wasser, daß der Randdes Glases bO beym Aufsehen die Wasserfläche rings-herum zugleich berührt, so füllt das Wasser die Hölung deSGlases nicht ganz aus, ob es gleich nach den Gesehen derHydrostatik, wenn das Glas wirklich leer wäre, bis L ein-dringen müste. Es inuß daher im Glase etwas seyn, dasdas Eindringen des Wassers bis kl hindert, etwas Ausge.dehntes und Undurchdringliches, dem also die Eigenschaf-ten eines Körpers zukommen. Aehnliche Erfahrungen über-zeugen uns von der Gegenwart dieses unsichtbaren Körpersin allen leer scheinenden Räumen von der Erdfläche an bisauf die höchsten Berge. Wir schließen also, die ganze Er-de sey mit einer unsichtbaren Materie umgeben, die wirLuft nennen.
Die Flüssigkeit dieser Materie erhellet aus der Leich-tigkeit, mit der sich ihre Theile trennen lassen, und ausder respeetiven Beweglichkeit der Theile, die ihr ohne Wi-derrede zukömmt. Auch die heftigste Kälte benimmt ihrdiese Kennzeichen der Flüßigkeit nicht, und überhaupt istkein Mittel bekannt, die Luft in einen festen Körper zu ver-wandle», wenn sie nicht gänzlich zerseht wird, und ihre Be-standtheile inLanz neue Verbindungen treten.
Die Elasticität der Luft kan ebenfalls durch leichteVersuche erwiesen werden. Eine mit Luft gefüllte Blaselaßt sich zusammen drücken, dehnt sich aber, sobald der Druckaufhört, wieder aus. Einen genau schließenden Stempelin einem metallnen cylindrischen Rohre kan man um eine