8z6 Lall
Methoden zu Beobachtung der Rectascension und weit leich-tere Arten der Berechnung bekannt sind, werden alle Längenaus den beobachteten Rectascensionen und Abweichungen be-rechnet.
Auf diese Art sind die Längen der meisten Fixsterne ge-funden, und in die Verzeichnisse eingetragen worden, vonwelchen der Artikel: Fixsteriwerzeichniße handlet. We-gen des Vorrückens der Nachtgleichen nimmt die Längeeines jeden Fixsterns jährlich ohngefähr um 50" zu, s.Vor»rücken der LTlachtgleichen. Bey den Planeten unter-scheidet man ihre heliocentrische Länge von der geocentrischen,s. die Worte: Geoccnrrisch, HellScenrrlsch.
Lange, geographische der Orte, i-onZ.tuäo
loccrrmn AcoZrapliica, /.onFr'tttck rts /a
Derjenige Bogen des Erdäquators (Taf.XII. Fig.94.), welcher zwischen dem Anfänge des AequatorS /t, unddem Mittagskreise des Orks I- enthalten ist, wird die-ses Orts geographische Länge genannt. Dieser Bo-gen wird durch Grade, Minuten:c. des AequatorS ausge.drückt, welche von ^ aus immer fort gegen Morgen zu ge-zählt werden, daher die Länge eines Orts gegen zöo' be.tragen kan.
Da auf dem Erdäquator jeder Punkt mit gleichemRechte den Anfangspunkt vorstellen kan, so ist die an sichwillkührliche Wahl des Punkts tV sehr verschieden ausge-fallen. Das gewöhnlichste ist, diesen Punkt so zu legen,daß die Länge der pariser königlichen Sternwarte genau -20° wird. Wenn also L den Ork dieser Sternwarte,kkLp ihren Meridian vorstellet, und - 20° abend-wärts genommen wird, so giebt die Figur diese gewöhnli-che Lage des Anfangspunkts an. Der durch /c selbst ge«hende Meridian k ^ p heißt alsdann der erste Mittags,kreis. Von ihm handlet ein besonderer Artikel, aus wel-chen ich wegen der verschiedenen angenommenen Lagen desPunkts ^ verweise.
Die Längen dienen nebst den Breiten (s. Breite, gco-graphische) zu Bestimmung der wahren Stellen der Or-