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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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zum vierten Theüe der Höhe im andern steigen: aber eSberührt auch den Rand des Glases in doppelt so viel Punk-ten, und wird also doppelt so stark angezogen, daher es inallem halb so hoch steigt, als im andern Haarröhrchen.Dieser Erklärung nach müssen sich die Höhen des Steigen-shngesähr umgekehrt, wie die Durchmesser der Röhrenverhalten, womit auch die Versuche übereinstimmen.

z. Die Höhe des Steigens kömmt zwar gar nicht aufdie lange des Röhrchens an; aber wenn das Wasser dieobere Oefnung erreicht hat, so kann es nicht herausgeho-ben werden, weil keine Glaswände mehr da sind, die es an«ziehen.

4. Nicht alle fiüßigeMaterien werden vom Glase gleichstark angezogen, und es kömmt dabey gar nicht auf ihrespecifische Schwere an. Auch zieht ein Glas starker an,als das andere.

5. Des Quecksilbers Theile hangen untereinander star«ker zusammen, als sie vom Glase angezogen werden. In-dem man also ein Haarröhrchen in Quecksilber taucht, wirdder kleine Theil, der von unten in die Röhre eindringensollte, von der übrigen Masse des Quecksilbers stärker zu-rückgehalten, als ihn das Glas zieht. Ueber ihm ist keinQuecksilber das diese Kraft aufheben könnte; sie überwin-det also sowohl den Druck, der aus den hydrostatischen Ge-setzen folgt, als auch das 'Anziehen des Glases, und dasQuecksilber bleibt so lange stehen, bis endlich der hydrosta-tische Druck das Uebergewicht bekömmt, und es hinein-treibet. Dies geschieht desto später, je enger die Röhre ist,je genauer also das Quecksikbervon der Berührung mit demübrigen abgeschnitten wird. Man hat hiebey gar nicht-chig, zu einer zurückftoßcnden Lxraft seine Zuflucht zunehmen.

Nach de la Lande (Dick', sur ls cause clo I'elevgtiüilries iiguems Ü3N8 ls5 tubeL capillgires, a?ari->4 177s.)soll Franz AgAmnri, Leibarzt des Großherzogs vonToscana, einer von den Stiftern der Akademie del Cimento,der im Jahre 16z; gestorben ist, die Phänomene derHaarröhren zuerst bemerkt haben. Der Jesuit H-n-ra-