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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
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Der erste nemlich stellt sich das dunkle Gesichtsfeld, an welchemer die Helle Scheibe sicht, entfernter, der letztere naher vor.

Sonne und Mond scheinen uns am Horizonte weitgrößer, als in einiger Höhe über demselben, wer! wir denHm me! am Horizonte für entfernter, inhehern Gegendenfür naher halten. Der optische Winkel, unter dem dieseKörper gesehen werden, mit astronomischen Werk-engengemessen, bleibt dabey immer einerlei). Eben so scheinenuns die Distanzen der Fixsterne von einander an? Horizon-te größer, als in der Höhe, und wenn man nach dem Au-genmaaße von Höhen über dem Horizonte mtheilen, z. B.den Punkt bestimmen will, dev eine Höhe von hat, sosetzt man ihn gewiß zu niedrig, und findet einen Punkt, d,rkaum 2z°Höhe hat, weil uns die Helfte deS Himmels amHorizonte entfernter, also auch weit größer scheint, als dieHelfte gegen das Zenith, s. Himmel.

Auch irdische Gegenstands, Menschen, Thiere u. dal.scheinen aus der Höhe oder Tiefe betrachtet, näher undalso kleiner, als wenn man sie auf der Pläne hin siehst, s.G-slcdrsbenüge.

Es kömmt daher bey dem Urkheile von der scheinbarenGröße auf alle die Umstande an, die das Urtheil über dieEntfernung bestimmen, und vielleicht vereinigen sich damitnoch mehrere. Sehen wir etwas in einem Verhältnisie,das uns andere ähnliche Erfahrungen ins Gedächtnißbringt, so helfen auch diese das Urtheil von der Größe be-stimmen. Haben wir eine Sache, z. B. ein Dinkenfaß,ein Trinkglas, lang gebraucht, und nehmen hernach eingrößeres Stück dieser Art, so scheint dieses Anfangs sehrgroß, mit der Zeit aber allmählig kleiner. Kindern kom-men entfernte Sachen kleiner vor, als erwachsenen, u.s.w»Die Größe des Bildes auf der Netzhaut ist nur ein einzel-ner Umstand beym Sehen; was er sagen wolle, erklä-ren wir uns, wie bey vieldeutigen Worten, aus dem Zu-sammenhänge.

Man kan daher von der scheinbaren Größe nie bestimmtsprechenden» man nicht bey der ersten Bedeutung des Worts,