Z4D Fuß
Diese unangenehme Verschiedenheit würde sich vermei-den lassen, wenn un6 die Natur ein allgemeines Lüngen-maaß gegeben hatte, so wie sie uns durch die beständiggleiche Dauer des Srerntags -oder der Umwälzung derErde ein allgemeines Zeitmaaß verschaff. Aber in demganzen Umfange der Naturreiche findet sich nichts, warimmer und überall mit einer gleichen unveränderlichen Län-ge hervorgebracht oder bestimmt würde; man triff vielmehrin allen natürlichen Produkten und Bestimmungen Man-nigfaltigkeit und Unterschiede der Größe an.
Nach vielerley fruchtlosen Vorschlägen, die LVeidler(Dill, äs Nova menlurs corporum univerlali, XViteb.1727.) erzählt, und noch mit einem neuen vermehrt hat,glaubte Huggens (Oe borojoZ. okoill. prop 25.) in derLänge des Secundenpendels ein allgemeines Maaß gefun-den zu haben. Aber die Entdeckung, daß das Secunden-pendel nicht überall gleich, sondern unter dem Aeguatorkürzer, als bey uns sey, vernichtete auch diese Aussicht, ob-gleich die Längendes Secundenpendels für einen bestimm-ten Ort, z. B. für Paris, oder um dem Aeguator selbstzu gleichförmigen Bestimmungen der Maaße nach denVorschlägen Bouguers (kiZure cie Irr teere p. Zoo.)und Condamine^S ( (je ja ri'viere (jes AM 32 .p. 202.) dienen könnte. Darauf bezieht sich der Wunschdes letztem in der 'Aufschrift eines Denkmals, das er inPeru wegen seiner Versuche über das Secundenpendel er-richten liest. Es ist darauf die Länge dieses Pendels unterdem Aeguator in Stein gegraben mit den Worten:kvkenlnrao natura!^ exomplar, utinam et univerialis!
Vom menschlichen Körper haben schon die Alten dieBestimmungen ihrer Maaße entlehnt, daher ihre c'-giti,xalmae, pecie», cubiti, paftlrn, orgziae (Klaftern) be-nannt sind. Wie unrichtig die altern deutschen Feldmesserhiebey zu Werke gegangen sind, sieht man aus JacobRöbels Geomecrey (Frf. 1-584.4. S.4.), wovorge-schrieben wird, „sechszehn Mann,klein und groß, wie die un-» gefährlich nach einander aus der Kirchen gehen, einen je-„den vor den andern einen Schuh stellen zu lassen; dieselbe