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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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zu liegt, können von den letzten Stralen des Hellen nur diebrechbarsten, d. i. die violetten und wenige blaue das Augenoch erreichen, die übrigen gehen bey dem Auge vorbey;auf der andern Seile hingegen erreichen von den Stralendes Heller! Randes nur noch die am wenigsten brechbaren,d. i. die rochen, und wenige gelbe, das Auge, die übrigentreffen dasselbe auch nicht mehr. Denr zu Folge muß dasviereckigte Feld eines Fensters, durch ein Prisma, dessenScharfe man unterwärts kehret, unken einen violetten undblauen, oben einen rothen und gelben Rand zeigen. Be.trachtet man nun ein Fensterbley, wie LDblb, Taf.Vlll.Fig. 20, d. i. einen dunkeln Gegenstand Zwischen zwo HellenScheiben L und L, so schreibt man die bunten Ränder, dieeigentlich von den Hellen Feldern A und L herrühren, demdunklen Körper (S Oli b zu, und steht also oben bey Ok)einen blauen Rand mit einem violetten Streifen darunter,bey Lb aber einen rothen, und um diesen einen gelbenRand. Kehrt man die Scharfe des Prisma aufwärts, soverwechseln sich die Farben der Ränder (D und lrb.

Newton kömmt nunmehr auf dir Farben der natür-lichen Aorper. Er erklärt die Entstehung derselben(Opt k..I. k. 2.Zwop. m.) dadurch, daß gewisse natürli-che Körper diese oder jene Gattung von Stralen häufigerzurückwcrfen, als die übrigen. Mennige, sagt er, scheintrolh, weil sie die rothen Stralen am häufigsten zurückwirft.Die Veilchen werfen die violetten Stralen häufiger zurück,als die übrige,,, und erhalten daher ihre Farbe. Ebenso geht es mit allen andern Körpern. Jeder Körper wirftdi? Stralen, die seine Farbe haben, häufiger zurück, alsdie übrigen, und erhalt seine Farbe eben dadurch, daß dieseCkrclen in dem zurückgeworfenen Lichte den größten Theilausmachen.

Zur Bestätigung hievon führt er an, daß jeder Körperin dem Lichte, welches mit seiner Farbe gleichartig ist,am lebhaftesten und glänzendsten aussehe, und daß flüs-sige Körper ihre Farbe mit der Dicke ändern. Soscheint in einem kegelförmigen Glase, das man zwischendas Licht und das Auge halt, ein rokher Liquor, unten am