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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
137
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Far iZ7

wird in k statt der Weiße eine andere gemischte Farbe ent-stehen.

Weiß ist also eine Vermischung aller Lichtstralen vonallen Farben, in ihrem gehörigen Verhältniße. Ist beydieser Mischung eine Gattung der einfachen Farben in größe-rer Menge da, als das Verhältniß erfordert, so neigt sichdas Licht nach dieser Farbe hin, wie z.B. die blaue Flam-me des Schwefels, die gelbe der Kerzen u. dgl.

So scheint auch der Schaum des Seifenwassers weiß,indem die einzelnen Bläschen desselben alle Farben desPrisma zeigen. Mischt man aber farbige Pulver, welcheeinen großen Theil des auf sie fallenden Lichts verschlucken,so erhält man kein glänzendes Weiß, sondern eine graue,gleichsam aus Weiß und Schwarz gemischte Farbe. Dieseist jedoch vom Weißen nur in der Menge des zurückgewor-fenen Lichts, nicht aber in der Gattung, verschieden. New-ton (Optice I..I. x>.2. prop. Lxp. iz.) strich eine Mixturvon Operment, Purpur, Bergblau und Grünspan aufeinen Fleck der Wand, den die Sonne beschien, klebtedarneben im Schatten ein gleich großes weißes Papier,und fand in einer Entfernung von 12 — Schuhen beydegleich weiß.

Diese Sätze von den Farben, welche aufkeiner Hypotheseüber die Natur derselben, sondern unmittelbar auf den Ver-suchen selbst beruhen, wendet nun ihr vortreflicher Erfinderauf die Erklärung einiger Erscheinungen an. Er redet zu-erst von den bunten Rändern des Farbenbildes, welches vomPrisma entworfen wird, s.Farbenbild, und dann vomRegenbogen. Vom erster» will ich hier nur folgendesbeybringen.

Ein Heller Körper auf einem dunklen, oder ein dunklerauf einem Hellen Grunde, durch ein Prisma betrachtet,muß mit einem farbigen Rande umgeben scheinen. Ei-gentlich umgiebt der Rand allemal das Helle, und ist ander Seite, die gegen den brechenden Winkel des Prismazuliegt, violet und nach innen blau, an der aber, die sichvom brechenden Winkel abkehrt, roth, und nach innen gelb.Denn an derjenigen Seite, die slss den brechenden Winkel