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Boden, wo er dünn ist, blaßgelb, etwas höher, orange-aelb, weiter hinauf roth, und wo er am dicksten ist, dun-kelroth. Diese Verschiedenheit rührt doch von nichts an-derm her, als daß ein solcher Liquor bloß gelbe und rotheStralen durchläßt und zurückwirft, mehr oder weniger, jenachdem er dicker oder dünner ist. Hieraus erklärt er auchden oben angeführten Versuch des D. Hook, da zweyPris-"men mit blauen und rothen Liquoren, einzeln durchsichtig,zusammengehalten undurchsichtig sind. Wenn der eine Li-quor nur allein blaue, der andere nur allein rothe Stralendurchlaßt, so können beyde zusammen gar kein Licht mehrdurchlassen.
Die nicht durchgelassenen oder zurückgeworfenen Stra-len werden nach seiner Meinung in dem Innern der Körperso lang hin und her zurückgeworfen, bis sie endlich gleich-sam vernichtet oder verschluckt sind. Sind die Körper dünn,so geht oft noch etwas von diesem Lichte hindurch. Wennman eine Lichtstamme durch ein dünnes Goldblättchen be-trachtet, so sieht sie grünlichblau aus; also nimmt dichtesGold die blauen und grünen Stralen in sich, und sendetnur die gelben zurück.
In den bisherigen Sahen ist nichts hypothetisches,nichts, was die Erfahrung nicht bestätigte. Dennoch fandendieselben eine Zeit lang häufigen Widerspruch. Einigenwollten L 7 !ewron's Versuche im dunklen Zimmer, welchefreylich viel Genauigkeit und Sorgfalt erfordern, nicht ge-lingen, andere verstanden seine Meinung gar nicht. Esist sehr lehrreich und unterhaltend, in den PhilosophischenTrcmsaotionen (Abhandl. zur Naturgesch. u. Physik ausden Philos. Trans. !B. ITH. Leipz. 1779. gr.q. S.20su. f.) die Schriften zu lesen, welche Newton darüber mitdem P. pardies, Marione, Emus, Gascoigne,und Eucas gewechselt hat. Mit »«ermüdeter Gedult undHerablassung beschreibt er die richtixe Art, diese Versucheanzustellen, und seine Theorie zu prüfen, bis auf die klein-sten Umstände, und bleibt bey allen, oft sehr groben, Mis-verständnissen seiner Gegner immer der gelassene seinerGröße und der Güte seiner Sache sich bewußte Philosoph.