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färben. Ihre Ordnung, von der geringsten Brechbarkeitangefangen, ist Roch, Orange, Gelb. Grün, Blau,Indigo, Violet, nebst einer unendlichen Menge dazwi-schen fallender Schattirungen. Die nach Num.4. durchVermischung hervorgebrachten heißen gemiseirce, zusam-mengesetzte, mW sind zum Theil den einfachen ähnlich.
6) Farben, die in der Reihe der prismatischen nichtallzuweit aus einander liegen, geben vermischt eine Farbe,die der Mittlern prismatischen ähnlich ist. So giebt Roth
und Gelb Orange, Gelb und Blau Grün u. f. w. Diesgeschieht aber nicht, wenn sie weit auseinander liegen.Orange und Indigo giebt nicht Grün; Roth und Blau nichtGelb u. s. f.
7. Die weiße Farbe entsteht aus einer im gehörigenVerhältnis gemachten Mischung aller einfachen Farben.In einem wohl verfinsterten Zimmer mache man in demFensterladen eine Oefnung 6 (Taf. VIII. Fig. 18.), etwa^Zoll weit, stelle vor dieselbe ein reines Helles Prismaund laße das Sonnenlicht durch die Oefnung auf sel-biges fallen, so werden die rochen Stralen nach O, die vio-letten nach k zu gebrochen werden, s. Brechbarkeit. Dar-auf stelle man ein BrennglaS OL, von etwa z Fuß Brenn-weite in einer Entfernung von 4—5 Fuß hinter das Prisma,so daß die Farben aller Stralen das Glas treffen, und imVereinigungspunkte L, welcher hier etwa io bis 12 Fußweit fallen wird, zusammen kommen. Fangt man sie indiesem Punkte L mit einem Bogen weißen Papiers auf, sowerden alle zusammengemischte prismatische Farben, einweißes licht geben. Wenn man das Papier hin und herbeweget, so wird man nicht allein den Ort treffen, wo dieWeiße am vollkommensten ist, sondern man wird auch se-hen, wie sich das Farbenbild der Weiße allmählich nähert,und wie die Stralen jenseits L wieder auseinander gehen,und bey "Lk wiederum das vorige Farbebild, nur in umge-kehrter Stelluug zeigen, so daß jetzt die rokhe Farbe bey Doben, die violette bey k unten erscheint. Werden eine odermehrere Farben aufgefangen, ehe sie nach L kommen, so