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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
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Fal

FM Röl'pkk, velcerckuz 5 . lapsuz corporumAravium, tA/te ^ co--/'/ A^avr/. Die Bewegung derKörper durch ihre Schwere. Die Schwere treibt jeden aufder Erdfläche befindlichen Körper nach einer auf diese Flächelothrechten Richtung. Wird dieses Bestreben durch einHinderniß aufgehoben, so entsteht bloS Druck; kan es freywirken, so erzeugt es wirkliche Bewegung oder Fall nachder Richtung der Schwere; wird es zuin Theil gehindert,und kan nur zum Theil wirken, so entstehen Druck undFall zugleich. Die Kugel, auf der Hand getragen, drücktdie Hand; freygelassen fällt sie lothrecht herab; auf einerschiefen Fläche rollt sie schief herab, und drückt zugleich di«Fläche mit einem Theile ihres Gewichts.

Man kan die Betrachtung des Falls der Körper so ab-theilen, daß zuerst der freye Lall (clelcenluz liber), unddann der Fall auf vorgeschriebenen wegen (äelbenlmnou Über) untersucht wird.

Freyer Fall der Körper.

Die Gesetze des freyen Falles der Körper sind folgende:

I. An eben demselben Grre der Erde fallen alleAörper, große und kleine, schwere und leichte, mit einer»ley Geschwindigkeit- Der Centner fällt in gleicher Zeiteben so tief, als das Quentchen. Denn man wird ohneZweifel zugeben, daß hundert gleich große und gleich schwe-re Steine, einer so geschwind, als der andere fallen, unddaß es hiebey keinen Unterschied macht, ob sie einander be«rühren oder nicht, ob sie unter einander Zusammenhängenoder nicht. Wenn also 99 davon Zusammenhängen,oder einen einzigen ausmachen, so wird dieser große Steindarum nicht geschwinder fallen, als der einzelne hundertste,ob jener gleich Y9mal schwerer, als dieser, ist, s. Rrafr,beschleunigende. Daß aber bey wirklicher Anstellung desVersuchs im luftvollen Räume, leichtere Körper langst»mer fallen, als schwerere, ist bloS eine Wirkung des Wider-standes der Luft, unh gehört nicht zur Betrachtung dt«freyen Falles an sich.