schuldig-Erklärten gut zu behandeln, und mit demgrößten Anstande sie zu begleiten bis an die Grenzenihres Gebietes. —
Auf demselben Wege waren der Graf und Neu-kasis entflohen, fürchtend, die Wahrheit möge ent-deckt, und sie ausgesucht werden. Wie erstaunten sie,als sie den folgenden Tag Miseno und Cfigeniaankommcn sahen. Der Graf wußte nicht, was ermachen sollte. Endlich aber bewog ihn sein wan-kelmüthiges Herz leicht, sich stumm und beschämt zuMiseno's Füßen zu werfen, welcher, alle Gefühleseines Herzens beherrschend, ohne ein Wort zu sagen,ihn umarmte und liebreich aufhob. Der boshafteNeu kasis beobachtete dieses Alles, obgleich etwasfurchtsam und schüchtern; aber noch immer hoffend,sich mit Bosheit und Verstellung durchzuhelfen. —
Er war ungewiß, wer von den Dreien in Zu-kunft seine beste Stütze seyn möchte, und wußte nicht,wohin er den Kompaß seiner Handlungen richten sollte.Miseno zu gefallen, war wohl das sicherste; aberes schien ihm schwer, die Rolle der Tugend auf einelange Zeit so spielen zu können, daß dieser ihn lieb-gewänne. Dem Grafen? er sähe aber wohl, daß erLen Beifall der Efigenia nicht gewinnen würde;denn er bemerkte, daß diese, ohne ihn anzusehcn,schon bei seinem Namen vor Schrecken zurückbebte.Wie ein Raubvogel, welcher, wenn er seine Beuteverlohren, sich hoch in die allste erhebt, und dann