Zwetundzwanzigstes Buch.
Einsam und nachdenkend kämpfte Mkseno auf demWege mit sich selbst. Sein Verstand, seine Ehre,sein Zartgefühl strebten gegen die wiederholten Be-leidigungen , welche er vom Grafen erduldete. Jedoch,er erhob seine Gedanken gen Himmel, bat den All-mächtigen um Hilfe, und faßte Muth, alle seine Lei-denschaften zu bekämpfen, bis er eine vollkommeneHerrschaft über sie gewonnen; ein durchaus nothwen-diger Umstand, um eines vollkommenen Glückes ver-sichert zu seyn.
Wenn aber, sprach er zu sich selbst, ich den Gra-fen von dem Abgrunde retten könnte, in welchen ersich stürzen will, so wäre ich noch glücklicher, indemich fremdes Unglück verhüte. Wenigstens kann ichdoch mit meiner Sorgfalt wohl etwas thun, es znverhindern, oder zu verzögern, und so arbeite ichnicht vergebens. Zwar bin ich nicht allmächtig, undmein Arm ist meinem Herzen nicht gleich; dennochmuß ich immer wirken, mit den Kräften, welche der