Zwanzigstes B u.ch.
Äer Kaiser wußte seine Achtung gegen den Misenonicht genug an den Tag zu legen; und Apmar undHelena fehlte es an Worten, ihre Dankbarkeit zu be-zeugen. Miseno aber nahm diese Lobsprüche mit ebender Unbefangenheit und Gleichgültigkeit auf, wie erdie bisherigen Beleidigungen ertragen hatte; erwider-setzte sich der Erhebung des Glücks, um nicht denSchlägen der künftigen Demüthigungen ausgesetzt zuseyn, die ihm aus der Unbeständigkeit der Welt zumWoraus ahndeten. Der gegen den Grafen und gegenNeukasis aufgebrachte Gesandte bat den Kaiser umRache, und schwur, sie in Person zu nehmen. Helenamehrte diese Leidenschaft und schilderte die Verräthereinnd die Treulosigkeit des Grafen mit so schwarzen Far-ben, daß das kälteste Herz vor Zorn erglühen mußte,und eben diese Gründe trieben den Zorn des Kaisersgegen die Bosheit und Verstellung des Neukasisauf's höchste, und er beschloß, Beider Verbrechen aufs