Druckschrift 
3 (1825)
Einzelbild herunterladen
 

Neunzehntes Buch

Noch waren nicht diese drei Tage verflossen, welchedie höllischen Furien sich Zeit gebeten hatten, um ihrgroßes Unternehmen ins Werk zu richten, als sie inden unterirdischen Höhlen mit schrecklichem Gebrülleden Sieg über ihren mächtigen Feind besangen. Mi-seno war von dem Grafen getrennt, der eine in Ge-fahr, sein Leben zu verlieren, und der andere, sichmehr als jemals seinen unordentlichen LeidenschaftenPreis zu geben. Der Fürst der Finsterniß lobte ihrenEifer; sie aber hingerissen von der Freude, einen sol-chen Feind zu überwinden, wollten nicht eher ruhen,bis sie ein völliges Verderben «ngerichtct hätten. Wiehungerige, gefräßige Wölfe, welche des Nachts in denStall eines sorglosen Hirten kommen, mit gesträub-ten Haaren, mit offenem Maule, mit blutigen Zäh-nen, und gierigem Rachen; von allen Seiten Verhee-rung und Tod bereiten, und jemehr Blut sie vergie-ßen, nur noch immer blutdürstiger werden; so waren