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Monarchen vor den Richterstuhl seines Verstandesbringe, um sie nach seinem Gefallen freisprechen oderverdammen zu wollen, so ist das Gesetz der Untertha«uen. Ihr aber seyd ein Fremder , und wollt EuerLeben vielleicht für eine Ungerechtigkeit aufs Spielsetzen? Wollt etwa den schändlichen Meuchelmördernnachahmen, welche ihren Nächsten niederstoßen, weilman es ihnen bezahlt, oder weil sie darum gebetenwerden. Welchen Unterschied wollt Ihr dann darun-ter machen, einen Unschuldigen auf seinem Wege uke-derzustoßen, oder im Kriege viele zu morden, die nurihr Leben, ihren Heerd oder ihre Rechte vertheidigen.Ist der Mann auf dem Schlachtfelds weniger Mensch,als in seinem Hanse? Ist er weniger Euer Nächster,wenn er sein Eigenthum, sein Leben, sein Vaterlandoder seine Rechte vertheidigt? Warum wollt Ihr dennmit diesem Heere ziehen, Menschen als Feinde betrach-ten, welche Euch nie beleidigten; ohne daß Euch Ge-rechtigkeit oder das Völkerrecht dieses erlaubte? WolltIhr Euch im Kriege üben? Sehr schön; aber dazuwird es in Palästina an Gelegenheit nicht fehlen, woReligion und Gerechtigkeit es billigen, und EuereEhre und Euer Versprechen Euch dazu nöthigen. DerGraf konnte diese Warnung Miseno's nicht ertra-gen, und ohne ein Wort zu antworten, zeigte erdurch sein Betragen, was er im Sinne hatte. —Indessen kam Efigenia, begleitet von Mu-stafa, dem Kommandanten eines Heerhaufens, in