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3 (1825)
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in allem von der göttlichen Stimme leiten, die sichEuch offenbart durch das Licht der Vernunft und derReligion, folget nicht dem ungestümen Drange derLeidenschaften, wenn sie sich ankündigen; auf dieseWeise werdet Ihr immer wahrhaft glücklich seyn. DieseRegel könnt Ihr leicht behalten. Hört, wie ich sieEuch erklären will:

Gott kann uns aus eigener Wahl nicht zum Bö«sen führen, dieser Grundsatz ist augenscheinlich. Nunist die Stimme der Vernunft, die göttliche Stimme,wodurch der Herr zu uns redet; und um uns diesehimmlische Stimme desto besser zu erklären, fügte erdie Stimme der geoffenbarten Religion hinzu; unddurch dieses besondere Licht erkennen wir besser denWeg zn unserer Glückseligkeit; so berathfraget denn je-derzeit diese göttlichen Lichter, welche Euch dahin füh-ren , laßt Euch nicht Hinreißen von den Leidenschaften,und so werdet Ihr gewiß glücklich werden. Ich ge-stehe, daß dazu die Kraft der Natur nicht hinreichendist, der durch die sündliche Neigung des Menschen ge«troffene Arm ist schwach und träge; der Mensch kannallein die stürmenden Leidenschaften nicht besiegen; aberGott, der zu uns spricht, verläßt uns nicht, undwer Euch in der Finsterniß leitet, wird Euch nicht ver-lassen; der Wiedererstatter der verlohrnen Natur stehtuns bei. Ihr müßt Euch stärken, und ehe Ihr han-delt, bezwingt Euer Herz, vermeidet alle Uebereiinngund den unerträglichen Eigendünkel, wornach wir Han-