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diesem süße» Vertrauen sich ergötze; ich fürchte nicht,daß die ewige Wahrheit mich betrüge, und das treueWort Gottes mir gebrochen werde; und damit bin ichruhig.
Ich wundere mich nun nicht, sagte der Kaiser,über die Standhaftigkeit und den Gleichmuth derSeele, welche Euch so standhaft machte, als Ihr inGefahr wäret, das Leben unschuldig zu verliehren.Die Religion und die Vernunft haben beide EureSeele unerschütterlich erhalten, und diese Festigkeitwar nöthig, um nicht dem wüthenden Angriffe derBosheit und des Schicksals zu unterliegen. Nun seheich ein, daß Ihr bei Eurem System nicht an meinemHofe leben könnt. Ich schätze sehr, Euch zu kennen,jemehr ich einsehe, was ich schätze; denn wenn ich Euchnicht kennte, so konnte ich Euch vielleicht überreden;aber da Ihr nun über alles das erhaben seyd, wasrin Morgenländischer Kaiser zu Euren Gunsten thunkonnte, so seyd doch wenigstens nicht unempfindlich ge-gen die Liebe eines wahren Freundes.—Hier umarmteer ihn zärtlich, und gieng weg, mit Thränen in denAugen.
Die Kaiserin«, welche sich noch nicht gern vonMiseno trennen wollte, bat ihn um eine besondereUnterweisung in dieser wunderbaren Philosophie, wo,durch allmählig der Weg zur wahren Glückseligkeit er«öffnet würde. Miseno, froh über solch eine wich-tige Eroberung, sprach: Laßt Euch, gnädigste Frau,