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3 (1825)
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lassen, die ich in der Hefe des Volks erblicke; nein,ich gieng weg, um sic durch Erfahrung bezwingen zulernen, mich in de» Schicksalen zu versuchen, undalle Schwierigkeiten zu besiegen; also, meine Freunde,entschließe ich mich von diesem Augenblicke an, nichtnur jeden Trieb nach Rache zu hemmen, sondernselbst diese Unglücklichen nach Verhältniß ihres Elendeszu unterstützen. Das Licht der Vernunft heißt mir,keinem meiner Nächsten Böses zu thun. Hierin kannich nicht irren. Wenn sie mir ein Leid anthaten, soist der Schade für sic. Ich werde der Sünde einesAndern halber nicht schlechter seyn, und würde mehrverliehren durch die niedrige Leidenschaft der Rache,als durch alle möglichen Verfolgungen.

Diese Rede Miseno's hörte Helena an, undwußte vor Erstaunen nicht, ob sie widerstehen oderwillfahren sollte. Dieß war für sie und den Gesand-ten eine ganz neue Philosophie, welche sie zur höch-sten Verwunderung brachte. Wie wenn aus denhimmlischen Wolken eine glänzende Gottheit nieder-steigt, der Verstand vor Verwunderung und Erstau-nen befangen, Zunge und Augen den Faden derRede nicht zu Ende führen können, und nur durchStillschweigen sich verständlich machen, so ganz ver-wundert war Helena über Misenos Antwort;dessen ungeachtet nahm sie ihren Gemahl bei der Hand,und .drang in ihn, sich gleich nach Cäsarea zu begeben,um von dort ans den Weg nach St. Juan de Akre