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eines und desselben Vaters, der als Haupt uns Alleregiert, als Herz uns Alle belebt. Er übernimmt dieBestrafung aller Verbrecher, und die Besserung allerHerzen. Er weiß ohne Leidenschaft als Richter sieAlle zu erforschen, ohne Uebereilung zu bestrafen, undohne die geringste böse Folge dem Uebel zu steuern;was unter uns, als der beleidigte Theil, Niemandkann. Mit Groll verblendet sich das Urtheil, dieWage wird schief, und das Schwert der Gerechtigkeitwird unbrauchbar.
Uebrigens ist die Rache den wilden, unvernünfti-gen Thieren eigen; und wenn der Mensch nicht besserhandelt, wodurch unterscheidet er sich dann von die-sen? Scheint Euch dieses nicht Rache ohne Gerechtig-keit zu seyn? Welcher Mensch hat nun die Gerechtig-keit, welche sich ein Jeder durch sich selbst und seineigenes Ansehn verschafft, ohne Rache? Wenn diereine Vernunft sie verabscheut, so bin auch ich verab-scheuungswürdig, wenn ich ihnen uachahme, und demblinden Antriebe meiner Leidenschaft folge. Ist nichtetwa die Rache eine eben so häßliche Leidenschaft, alsjede andere, welche mein Verstand tadelt. Wenn ichaus den Schranken der Vernunft trete, verirre ich michda nicht auf jeder Seite, wo ich herauskomme. Nein,nein! Ich will das Böse durch das Gute besiegen,denn das heißt Triumph. Ich verließ mein Vaterlandnicht, um mich von jenen Leidenschaften hinreißen zu