Druckschrift 
3 (1825)
Seite
110
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unterschieden; aber Du mußt auch nicht in den entge-gengesetzten Fehlern der Schlaffheit verfallen, und da-durch der Beschützer der Bosheit und Beförderer derVerbrechen werden. Keiner kennt besser, als Du, dieBosheit des Grafen und des Neukasis, weil dieVorsehung sie selbst in diejenigen Schlingen trieb,welche sie Dir gelegt haben, und da nun das höchsteWesen zu Deinen Gunsten wirkt, so erköre ich Dir,daß Du sehr undankbar dagegen handeln würdest,wenn Du Dich seinen Fügungen widersetztest. Duwirst eben so vcrabscheuungswürdig vor seinen Augensepn, indem Du entweder die Tugend verfolgst oderdas Laster beschützest. Wisse, daß es in dem höchstenRathe beschlossen ist, daß Neukasis umkomme, undder Graf mit seinem Tode die abscheulichen Verirrun-gen büße, damit Du in Frieden die Ruhe genießest,die der Kaiser an seinem Hofe Dir anbietet, damitDu sein Führer werdest und seine Völker glücklichmachest. So belohnt Gott denjenigen, der ihn sucht;so läßt er über die höllische Bosheit seine göttlicheVorsehung siegen, und indem Du einen Einzigenglücklich machen willst, wirst Du das Werkzeug desGlücks aller Unterthanen, die Theodor beherrscht.Gott giebt einem Jeden was er verdient, nämlich demKaiser Freude und dem Grafen und NeukasisStrafe, und will, daß die Welt von der gefährlichenPest befreit werde, welche diese beiden Ungeheuer inderselben anstiften würden. Schon hast Du gesehen.