Druckschrift 
3 (1825)
Seite
107
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einem Tobten, noch von ?inem Menschen, den Ihr inein fernes Land schicktet.

Hier trat plötzlich Helena in die Versammlung,warf sich zu den Füßen der Kaiserinn, und bat umGehör. Sie hatte auf die zweideutigen Reden des Gra-fen, und die plötzliche Abwesenheit Neukasis Miß-trauen gesetzt, und als ihr aus den Reden des Sul-tans klar geworden war, daß ihr Gemahl noch lebte,eilte sie nach Nizäa, um das ganze Komplott zu ent-decken. Alle ergriff ein Schrecken. Beim Anblick derHelena fiel Neukasis ohnmächtig nieder; und dermit Ketten beladene Aymar umarmte sie an der Kai-serinn Füßen. Miseno pries den Himmel fürdieRet-tung der Helena und des Aymar; und traurig be-mitleidete er das schreckliche Verbrechen, welches er ge-hört hatte, und Jeden ergriff.

Der Kaiser aber fand in seinem Zorne nicht Wortegenug, um die Bosheit des Neukasis zu schildern.Dieser, niedergesunken in seiner Verwirrung, zitterndund stotternd, wollte sich mit der Bosheit des Grafenentschuldigen. Der Kaiser ließ ihn aber in einen dun-keln Kerker werfen, und Miseno, Aymar und He-lena wurden in die Arme des Fürsten geführt, undnach Verdienst belohnt.