48
Indessen bewegte sich das Schiff, weil sich derWind erhoben hatte, und da sie gern wissen wollten, wasjene dort in dem Kahne machten, konnten sie selbigenicht mit den Augen erreichen; da der Nord-Ost<Winddie Segel abgespannt, und die wenigen Seeleute,durch die lange Windstille cingeschlafen fand, setzte erdas Schiff allmählig in Bewegung, ohne daß die,welche darin waren, cs bemerkten. Diejenigen, welcheim Kahne sich mit Fischen belustigten, folgten baldhier, bald dort dem Wege, der die meisten Schildkrötenmit sich brachte, welche durch den Geist des Betrugsso entfernt worden waren, daß sie ziemlich weit vomSchiffe sich befanden; als sie nun jene fortfahren sahen,konnte all ihr Schreien durch eine so große Entfer-nung jenen nicht zu Ohren kommen, auch die Rude-rer bei den angestrengtesten Kräften sie nicht einholen.Bei dem Geschrei des Gesandten und des Misenoerwachte der Steuermann, und da er nicht Leute ge-nug hatte, um alle Segel zu ordnen, so mußte dasSchiff einige Zeit dem wütheud sich erhebenden Windefolgen. Jetzt kam die Nacht, und hüllte die ganzeErde in ihr schwarzes Gewand, die Wolken machtensie noch finsterer, verbargen den Ruderern und demNeukasis den Anblick des Schiffes, der Sterne, unddes Horizontes, wo sie hin steuern konnten.
Der Graf, Neukasis und die Gesandtinn ga-ben sich verlohren, da sie sich bei Nacht mitten aufdem Meere in einem kleinen Nachen befanden, ohne