deutlich, daß der Himmel Euch ein helleres Licht gab,als den gewöhnlichen Menschen, um den Gefahren derHöfe und Höflinge zu entgehen; dürft Ihr nun nachden Gesetzen der Vernunft dieses Licht einer Fürstin»abschlagen, welche, ohne Erfahrung, auf dem Throneden Abgründen nahe sitzt, die sie zu verschlingen dro-hen? Einer Fürstin», welche Euch bittet, daß Ihr sieauf den rechten Weg bringet, um gerettet zu werden.Und welche Entschuldigung wollt Ihr vor dem Rich-terstuhle der Wahrheit anbringen, wenn Euch allesUnheil vor die Augen kommt, was gewiß erfolgenmuß, wenn die Regierung einem leidenschaftlichen Her-zen, blinden Augen, und verschrobenen Verstand an-heim fällt. Denkt doch an das öffentliche Wohl, undopfert es Eurem besondern Widerwillen nicht auf. —Ich lobe Euren Eifer, sagte Miseno, undschätze Euch immer mehr, wie ich Euch kennen lerne;aber eben deßhalb bestehe ich auf das, was ich gesagthabe; denn semehr ich darüber nachdenke, desto mehrGründe entdecke ich, um zu glauben, daß es eine großeVerwegenheit von mir seyn würde, diesen Posten an-zunehmen. Ich bin von derselben Art, wie alle übri-gen Menschen, und wenn außer dem Labyrinth, AlleLichter haben, und sie blind sind, wenn sie sich darinbefinden, so werde ich seyn, wie die Andern. Sollich etwa glauben, Gott habe, als er mich erschuf,einen Theil meines Wesens von der allgemeinen Der-derbniß der Welt ausgeschlossen? Von außen nrtheile
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3 (1825)
Seite
46
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