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3 (1825)
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darnach strebe, wahrhaft glücklich zu werden. Ichweiß schon ans Erfahrung, welche Dünste den Hofumgeben. Je höher die Throne sind, desto trüber dieLüfte, die sic umgeben, und desto dicker die Dünste;so daß, jemchr die Atmosphäre steigt, desto schädli-cher sie wird. Sobald ein offener, vernünftig denken-der Mensch in dieses verpestete Gebiet kommt, so legtsich gleich eine leichte Wolke auf seinen Verstand, undverdunkelt diesen so, daß er die Dinge ganz andersbetrachtet, wie zuvor; das was ihm wirklich häßlichund abscheulich vorkam, verliehrt allmählig von seinerHäßlichkeit; nach einigen Tagen scheint es ihm schonganz erträglich, und endlich gar nützlich und gewisser-maßen löblich. Das Wort Nein ist, wenn man mitFürsten spricht, schwer anszusprechen; Ein gewissesEtwas schließt ihm den Mund zu, und wenn er eShöchstens halb ausspricht, so geschieht cs doch so leise,daß man es kaum verstehen kann. Das Schlimmsteist, daß die Seele bei dieser Stummheit und Blind-heit gar nicht leidet; wohl fühlt sie eine Erschlaffung,die sie ganz anders macht, als sie vorher war; aberda dieser Zustand angenehm ist, wie ein Schlummer,so läßt sie sich gern hinführen, wohin man sie habenwill, ohne Entschluß zu widerstreben, oder Neugierdezu erforschen, ob man auch auf rechtem Wege scy.Ist man in dieser Lage, so bezaubern einem die har-monischen Syrenen mit ihren lieblichen Gesängen; undwenn die Kräfte der Seele gelähmt sind, so freut man