Druckschrift 
3 (1825)
Seite
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eine unerwartet« Gnade der Vorsehung auf ihr Hauptsetzte.

Lei allen Fürsten, die jetzt in Palästina dienen,oder dort Besitzungen haben, giebt es Umstände, welchesie von diesem erhabenen Posten entfernt halten; daSeigene Interesse der Räthe verblendet sie gegen daSder Krone, und daS Mißtrauen der Fürstinn hältselbst den schicklichsten Mann davon zurück. Einenfranzösischen mag ich gar nicht wählen, weil der Na«lional-Geist bewirken würde, daß immer dem An»hange des Königs gefolgt würde; wir aber bedürfeneinen Mann, der nicht nur Tapferkeit, Einsicht undErfahrung, sondern auch Unparteilichkeit genug be»sitzt, und der seyd Ihr. Ihr kennt die Höfe und ihreJntriguen; kennt das menschliche Herz, die Bosheitder Höflinge und ihre List; die Geheimnisse des Kric»ges und der Kabinette; Mars und Minerva sind Euchgenau bekannt; Ihr sucht keinen Ruhm, sondern Ver,dienst; Ihr seyd also der beste Mann, den ich findenkann. Wollt Ihr nun Euern Strapatzen nicht dieseehrenvolle Ruhe, und Euren Tagen nicht dieß wür»dige Ende gönnen?

Miseno hörte diesen unerwarteten Vorschlag an,und antwortete: Freund! wenn ich das Gesetz derVernunft um Rath frage, welches die Richtschnuraller gerechten Handlungen ist, so kann ich Eurerehrenvollen Einladung nicht folgen; denn ich würdedarin mein größtes Unglück finden, da ich doch nur