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3 (1825)
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werden sich wie wüthende Hunde über Euch herstürzen,von allen Seiten Euch zerfetzen, um nur noch dieKnochen an Euch zu lassen. In einem Worte, Ihrwerdet scheu, daß Himmel und Erde und Hölle sichverschworen habe», um Euch zu verderben; immerhin,wenn in dieser Noth Ihr nur die Tugend behaltet, sowird Euer Herz ruhig seyn, und unerschrocken zu sichselbst sagen: Gott ist mein Freund, das ist mir ge,nng. Nun sucht irgendwo anders einen gleichen Trost,eine gleiche Beruhigung, wo wollt Ihr sie finden,Herr Graf?

Wo soll ich sie finden? antwortete er betrübt,diese verfluchte Leidenschaft der Liebe, die mich meinganzes Leben so sehr bezaubert hat, gab mir niemalsFreude ohne Unruhe, ohne Furcht und ohne eine Höllevon Qualen, Qualen vor und Qualen nach dem Ge«miß, wonach sich mein Herz sehnte. Die Tugend, wieIhr sie schildert, seh ich als den würdigsten Gegen»stand unserer Liebe an, der statt finden kann, undwelcher wohl betrachtet hinreichend ist, um die klü»hendste Leidenschaft zu kühlen. Aber man muß sie vonnahen sehen, und ich glaube, es geht mit dieser Schön»heic wie mit den Gestirnen, welche oben am Himmelstehen, und die wir nur von unten betrachten, ohnesie je erreichen zu können. Irret Euch nicht, sagteMiseno, die Tugend, die Euch so viele Liebe ein»flößt, ist nicht nur im Himmel; sondern wir findensie auch auf der Erde; 3hr selbst werdet sie besitzen.