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reich an seltnen Pflanzen. Auf dem Umbrail: Viola,
pinnata. Gratiola alpina minima (blüht im Juli), Hör-minam pyrenaicum ( äufserst selten, mit violetten Blumen).jdstragalus uralensis y und viele andere.
Geognost. Thatsachen. Alle Gebirge an derSüdseite der Landschaft Bormio bestehen aus Granit,Gneifs, Glimmerschiefer, und an der Nordseite aus Ur-kalkstein, welcher aus W. von dem Val di Fien hernach O. grade durch den Umbrail streicht, weifsgelblichund eisenhaltig, und sehr der Verwitterung unterworfenist. Bey den Bädern von Bormio wird nicht seltenStinkstein angetroffen. In diesem Kalksteine brechenschöne weifs und schwarz gesprengte Marmorarten, DieThäler Pedenojs und Furba scheiden den Urkalksteinvom Granit, dem viel Hornblende beygemengt ist (s.Tirano ). Silberhaltiger Bleyglanz bricht im Pedcno-fser -Thal zu Piatta, Premaglio, Campeccio, und Eisen-erze im Freelthal zu Fratello neben dem kleinen See,Fonte d’Adda genannt, welche ausgebeutet werden. —Der Urkalkstein setzt aus Bormio nach NO. weiter, undstreicht durch den Orteier , an dem der Kalkstein gräu-lich schwarz, mit feinem Kalkspat durchschnürt, undvoll eingesprengter weifser Punkte ist; die Farbe desKalksteins verändert gegen die Spitze verschiednemal,und Kalkspatkrystalle finden sich nicht selten. Auf derSeite nach Sulden findet man Granit links am Wegein grofsen Trümmern, und von da südwärts nach Rab-bithal herrscht Granit, Serpentin mit Hornblende, Ur-thonschiefer mit fufsdicken Quarzadern.
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