/|S4 Weissenburg.
den weitesten Aussichten (wie z. B. bey Schrrellbrunn)nach dem K. Appenzell.
W bisse k bürg, Dorf und Bad ( auch Buntschi -und Obervreiler-Bad genannt), im Unter - Simmen-Thale, K. Bern, 5 St. von der Stadt Thun. Von demDorfe JVeisscnburg geht der Weg westlich ^2 St. langzwischen die Gebirge, wo das Bad in einem romanti-schen Schlunde liegt. Das Badhaus ist zu Ende desXVII. Jahrhunderts erbaut worden; Wagen könnennicht bis hinan fahren, weil die Strafse zu eng ist. DieHeilquelle sprudelt am Fufse eines Felsens, % St. vomBadhause in einer entsetzlichen Felsenkluft, deren ganz«Breite der Buntschi-'Buch einniinmt. Ist derselbe nichtangeschwollen, so kann man ohne Gefahr, obgleich überFelsblöcke, Baumstämme, Leitern, und auf dem Rückendes Bademeisters (Badewäscher hier genannt), dessenfester sichrer Cyklopentritt in dem rauschenden Gehirgs-wasser jede flüchtige Angst verscheucht, bis zur Quellegelangen. Dieser Spaziergang verdient blofs um seinerSonderbarkeit willen gemacht zu werden. Der Bunt-schi-Bach strömt von Norden her aus ziemlicher Fernevon den steilen Wänden des SfocÄ-Horns und Neunen-Flue herab, und vor dem Eingänge in seine Kluft ver-einigt sich mit ihm der Morgete - Bach, welcher ausWesten von dem Ganterisch und Ochsen- Horn herab-kömmt. Die hohe Felsenwand, welche zwischen beydenBächen sich erhebt, heifst die Haken - Flue. — ImMittelalter lebte hier ein Geschlecht von TYeifsenburg ,deren Glieder Bürger von Bern wurden, Johann von