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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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336 Uri.

nossenschaft (im J. 1308.) vergröfserte sich das Ge-bieth des K. Uri mit dem Thal Ursern und Livinenim XV. Jahrhundert. Livinen ist seit 1798- von Vrigetrennt und dem K. Tessin zugetheilt worden. Inden J. 1799. und 1800. war der K. Uri immerwah-render Schauplatz des Krieges zwischen den Franzosen,Oesterreichern und Russen. Von Altorf bis Giornicowurde das Land geplündert, Vieh und Pferde geraubt,alle Lebensmittel verzehrt und vergeudet. Oft sahensich viele Einwohner gezwungen, mit ihren Kindernin Felsklüften zu hausen; Brodt war eine seltne Sache,und Ziegenmilch nebst wildem Obst waren für vieleMenschen Haupt-Nahrungsmittel. Im J. rgoo. wurdendie Einwohner gezwungen , Pulver und Kugeln derfranzösischen Division Moncey , welche nach Italienzog, auf den Rücken über den Gotthard zu schleppen;für den Centner erhielten sie eine Ration Coinmisbrodtund Brandtwein. Die Herüberschaffung dauerte dreyWochen. W T ie Lasttliiere bepakt zogen die Urner inlangen Reihen, zuerst die Männer, dann die Weiber,die Kinder , zuletzt die Greise, unter dem Befehleiniger französischen Unteroffiziere, welche sie nach

Gefallen halt machen liefsen oder antrieben, ja oft sie

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mifshandelten. Viele wandelten aus Noth aus, andereergriffen die Waffen und kamen um. Am Ende desJ. 1800. war der sechste Theil der ganzen Volksmengebettelarm und mehrere hundert Kinder mufsten vonder helvetischen Regierung bey den Einwohnern andrerKantone uutergebiacht werden. (S. Altorf , Lnzerner-