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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
Seite
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St. Urban.

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St, Urban, Abtey im K. Ludern, s. Langenthal.

Uri (der Kanton), einer der drey Urkantone,besteht aus 10-12 Thälern, enthält 8-10 Seen, wirdvon der ReuJ's durchströmt, in welche sich alle übrigeBache ergiefseu, und umlafst den ganzen nördlichenund westlichen Theil des Gotthard - Gebirges. Nachdem Verlust von Livinen beträgt die Gröfse des Kan-tons nur ungefähr 20-24 O Meilen. Im J. 1798.zählte man 28,000, ohne Livenen nur 12,000 Einwoh-ner. Die meisten Thäler sind enge; die Gebirge er-reichen die Hohe zwischen 5-10,000 F. übers Meer,und sind mit Gletschern und nie schmelzendem Schneebelastet. Der ganze Kanton ist ein Vliesen - undAlpenland. Die Einwohner gehören zn den Alpen -und demokratischen Völkern der deutschen Schweitz,und sind katholisch. Aufser der Viehzucht giebt dieso betretne Frachtstiafse durch den Kanton über denGotthard nach Italien grofsen Erwerb. Die Rind-viehart ist klein, 3-4^ Ct. das Stück schwer. ImSommer soll der Kanton 10,000 Stück ernähren. DieUrner bereiten mehr Butter als Käse, und ihr Käseist fetter als der Uuterwaldner, wird aber nicht sobezahlt als dieser, weil er sich auf weiten Reisen nichtgut hält. Das Haupt-Thal liegt dem Südwind, Föhngenannt, sghr offen, und bewirkt, dafs die Gegendvon Altorf ein Klima wie Giornico in Livinen ge-niefst; dafs hier Pfirsiche, Kastanien, feine Gemüsewachsen, und überhaupt alles i j Tage früher ist alsin Luzern. Der Föhn bringt aber auch durch seine