des Thurgaus liegt in dem horizontalen Sandstein -und Mergel-Gebilde (’s. Ezel und Rigi), deren Schich-ten nur um einige Minuten nach N. einsenken. DerSandstein ist theils fein- theils kleinkörnig; der crsterehat mergelartiges Bindemittel und geht oft uninerklichin die unter ihm liegenden Mergellager über. DieserUebergang hingegen findet nie nach der Höhe oderder aufliegenden Mergelschicht statti Der kleinkörnigeSandstein hat Stinkstein - Bindemittel, und zeigt sichviel seltner; denn seine io Fufs mächtigen Schichtenliegen ungefähr ioo Fufs in senkrechter Höhe voneinander. Nur an den höchsten Stellen dieses Gebildeszeigen »ich wagrechte Nagelflue - Lager. Im südlichenTheil des Obern Thurgaus ist das eigentliche Sand—Steingebilde allgemein, gröfstentheils kleinkörnig mitkalksleinartigem Bindemittel, und nach Osten oderWesten einsenkend. Sie liefert vorzüglich gute Bau-rsteine. Wo sich das Thurgau gegen das Hochgebirgeerhebt, liegen wagrechte Nagelflue-Lager, welche Gra.-nit, Gneifs , Feuerstein, Hornstein, Kieselschiefer,Quarz, Kalksteingeschiebe und grobkörnigen Sandsteinmit Kalkstein - Bindemittel enthalten. Erst über diesenNagelflue liegen die aufgeschwemmten Sand - undSchuttkegel jeder Art. Durch das horizontale Sand-stein- und Mergel - Gebilde streicht ein tiefliegendesSteinkohlenflötz von SW* nach NO. , welches nochoft Stinkstein zwischen sich enthält; bey Elgg undErauenfeld ist cs schon aufgefunden worden; am letz-tem Ort ist es nur 6-8 Zoll mächtig (s. Appenzell ).
Druckschrift
4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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351
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