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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
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Thuner-See. 345

Dummheit, wie in Deutschland die Schöppenstädter.Die Wand-Flue tritt hier weit in den See hinein, undihr äufserstes Vorgebirge wird die Nase genannt. Jen-seits derselben giefsen der Jungfer - Brunn, Kraut -und Bartli- Bach herab. An der südöstlichen Seite derTTand - Flue liegt der Beaten-Berg, in welchem dieSt, Beaten- Höhle*). Man kann entweder von Mer-lingen zu Fufs in i St. dahin gehen, und das Schiffunterdessen um die Nase nach Sunglau, wo man wie-der herabkömmt, fahren lassen; oder man bleibt indem Schiff und steigt auf der andern Seite der Naseaus, wo man zur Höhle nur % St. zu steigen hat»Die Aussicht von dieser letztem ist sehr schon; ausihr stürzt der Beaten- Bach hervor. Wenn manwieder herab gestiegen ist, so fährt man auf dem Seenicht bis an dessen Anfang, sondern man landet bey

Sie hat ihren Namen von dem H. Beat, welcher der erstechristliche Missionär in der Schweitz gewesen seyn soll.Er hiefs eigentlich Suetonius , und war ein Engländer,welcher unter dem römischen Kaiser Claudius nach derSchweitz, das Evangelium zu predigen, gesandt wurde.Jm hohen Alter begab er sich in diese Huhle, wo erim J. 112. als Greis von 90 Jahren sta b und begra-ben wurde. Seit dieser Zeit wurde diese Höhle einWallfahrtsort, und das Fest des H , Beat den 9. Mayalljährlich gefeyerl. Nachdem die Reformation im K.Bern angenommen war, so wurde der Schädel des St.Beat im J. i5ag. von zwey Gesandten der Regierungvon Bern aus dieser Höhle genommen , und zu Interla-chen begraben ; als aber die Wallfahrten nach der Höhledoch nicht aufhörten, so liefs man sie im J, i566.zumauern.